Türkische Grenze: Deutschland will Patriot Raketen noch nicht abziehen

Die deutsche Regierung ist bereit, das Abwehrraketensystem der NATO weitere zwei Jahre in Stellung zu halten. Ende dieses Jahres läuft die zweijährige Einsatzdauer ab. Die Entscheidung liegt bei der Türkei.

Der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums Ingo Gerhartz dementierte die Behauptungen, die NATO werde Ende 2014 ihr Raketenabwehr in der Türkei nahe der syrischen Grenze abziehen. Sofern Ankara dies wünsche, werde man die Stationierung fortsetzen.

„Wenn wir benötigt werden und es Bedarf besteht, können wir die Mission um zwei weitere Jahre erweitern“, so Gerhartz. Ein deutsches Nachrichtenmagazin hatte zuvor behauptet, man werde die Mission wegen Personalproblemen beenden. Die Behauptungen entsprächen nicht der Wahrheit, sagte der deutsche Sprecher. Man sei bereit, „die Mission weitere zwei Jahre fortzuführen“.

Das Gefahrenpotential durch die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen sei zwar verringert worden. Doch bestünde weiterhin ein Restrisiko, zitiert ihn Daily Sabah.

Verteidigungssprecher Gerhartz sagte, die Patriot-Mission sei bislang sehr erfolgreich gewesen und ein Beispiel für die Solidarität innerhalb der NATO. Er wiederholte die Position, dass man bei Bedarf die Mission weitere zwei Jahre fortführen werde.
Das deutsche Parlament hatte im Januar entschieden, die Patriot-Mission bis Januar 2015 fortzuführen (mehr hier). Das Abwehrsystem befindet sich seit Januar 2013 in der türkischen Region Kahramanmaras. Das Kommando für diese Mission obliegt der NATO, zu der die Türkei seit 1952 angehört.

An der Mission seien 400 Mann aus Deutschland beteiligt. Die Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro jährlich würden von Deutschland getragen, berichtet das Blatt weiter. Andere Schätzungen gehen von 30 Millionen Euro aus (mehr hier). An der Mission beteiligten sich neben Deutschland auch die USA und die Niederlande mit jeweils zwei Systemen.

Da sich die Lage an der syrischen Grenze verschärfte, bat die Türkei ihre Militärverbündeten der NATO um Unterstützung. Damit sollten die Bürger vor möglichen Angriffen aus Syrien geschützt werden (mehr hier).

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