Schiedsrichterleistung bei der WM – Eine Meinung

Erdem UFAK beschäftigt sich diese Woche mit den Schiedsrichterleistungen bei der Weltmeisterschaft und stellt kurioserweise fest: Hier läuft es ab wie in der Süper Lig!

Die Gruppenphase der Weltmeisterschaft in Brasilien neigt sich dem Ende zu. Mein bisheriges Fazit: Das Turnier ist bislang gut organisiert, auf den Rängen herrscht eine stets angenehme Atmosphäre und auch fußballerisch bekommen wir meistens etwas geboten. Für Negativschlagzeilen haben hingegen einige Referees gesorgt, die mit zum Teil unglaublichen Fehlentscheidungen manchen Teams wie z.B. Bosnien oder Kroatien, ich hoffe doch unfreiwillig, den Weg ins Achtelfinale frühzeitig versperrt haben. Wie man eindrucksvoll „bewundern“ durfte, haben die Nationalmannschaften sogar auf allerhöchster Ebene mit miesen Schiedsrichterleistungen zu kämpfen. Auch wenn man auf den allerersten Blick Parallelen zu den Schiedsrichterleistungen in der Süper Lig ausmachen kann – auf internationaler Ebene trennt sich die Spreu vom Weizen.

Während man bei der WM die Teams nur einige wenige Male groß lamentieren hörte und sich stets wieder auf das Tagesgeschäft konzentriert hat, sind uns die Szenarien aus der heimischen Liga zur Genüge bekannt. Bei der kleinsten Fehlentscheidung überwerfen sich vor allem unsere sogenannten Topklubs mit Stellungnahmen und gegenseitigen Vorwürfen. Verschwörungstheorien über Wochen und Monate hinweg runden das Ganze ab, so dass der sportliche Erfolg der Teams mit Füßen getreten wird und auch die Referees über die gesamte Saison hinweg zwangsweise einem immensen Druck ausgesetzt sind.

Auch wenn die Schiedsrichterleistungen bei der WM zum Teil unterste Schublade waren: Wir Türken in der Spor Toto Süper Lig haben zumindest erkannt, dass wir doch nicht die allerschlechtesten Unparteiischen auf diesem Fußball-Planeten haben. Vielleicht hört es sich ein wenig  kontrovers an, doch gerade durch die Fehlentscheidungen auf höchster Ebene sollten wir dazulernen und einiges mitnehmen. Nämlich wie man allen Widrigkeiten zum Trotz anständig weitermacht und am eigenen Erfolg arbeitet – Schiedsrichterleistung hin oder her.

Beeindruckt hat mich vor allem das Statement von Italien-Keeper Gianluigi Buffon, der nach dem Spiel gegen Uruguay (0:1) und der damit verpassten Achtelfinalteilnahme selbstkritisch erklärte: „Es hat keinen Sinn, sich ständig über die Fehler anderer aufzuregen. Irgendwann muss man damit aufhören. Wir sollten uns lieber überlegen, warum wir in zwei Spielen keine Tore erzielen konnten. In solchen Momenten sieht man eben, wer zum richtigen Zeitpunkt da ist und wer nicht.“ Große Worte von einem großen Torhüter, dessen Team nur Minuten zuvor von einem WM-Schiedsrichter augenscheinlich benachteiligt wurde…

Dieser Beitrag erschien zuerst auf: Gazetefutbol.com.

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