Depressionen: Kurkuma hilft ohne schwere Nebenwirkungen

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Kurkuma effektiv bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden könnte. Das Ingwergewächs ist nach Ansicht indischer Forscher sogar einigen der gängigsten Antidepressiva vorzuziehen. Denn drastische Nebenwirkungen gibt es nicht. Weitere Untersuchungen stehen aber noch aus.

Forscher sind dem Einsatz von Kurkuma bei Depressionen bereits seit längerem auf der Spur. Nach Tierversuchen, gibt es nun die erste klinische Studie zum Thema. Die Wissenschaftler der Abteilung für Pharmakologie des staatlichen Medical College in Bhavnagar, Gujarat, haben die Wirkung von Kurkuma und Prozac (Fluoxetin) verglichen. Das Fazit: Das Gewächs stellte sich in der Gesamtbewertung als zuträglicher heraus, als die herkömmliche Therapie-Variante.

Die Forscher untersuchten über sechs Wochen die Wirkung von Kurkuma und Prozac in Kombination und einzeln. Das Ziel: Sie wollten die Wirksamkeit und Sicherheit von Kurkuma und Fluoxetin bei Patienten mit Depressionen (MDD) vergleichen.

Als Probanden dienten 60 Personen, bei denen zuvor eine solche Erkrankung diagnostiziert worden war. Im Zuge der Untersuchung bekam eine Gruppe nun täglich 20 mg Fluoxetin. Eine zweite Gruppe wurde zweimal täglich beim Frühstück und Abendessen mit einer 500 mg-Kapsel hoch dosiertem Kurkuma-Extrakt versorgt. Eine dritte Gruppe bekam beide Medikamente gereicht. Das berichtet anders-leben.de.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie nun bei Phytotherapy Research. Die Behandlung funktionierte in allen drei Testgruppen etwa gleich gut. Die Autoren merken hierzu an:

„Wir konnten beobachten, dass Kurkuma von allen Patienten gut vertragen wurde. (…) Die Studie liefert erste klinische Hinweise darauf, dass Kurkuma als eine wirksame und sichere Behandlungsmethode für Patienten mit MDD ohne gleichzeitige Selbstmordgedanken oder andere psychotische Störungen eingesetzt werden kann.“

Gleichzeitig weisen die Wissenschaftler aber darauf hin, dass weitere, umfassende klinische Studien zum Thema notwendig seien, um gesicherte Ergebnisse zu erlangen.

Prozac wird schon seit längerem massive Nebenwirkungen zugeschrieben. So sollen im Zuge der Einnahme sogar Selbstmordgedanken auftreten, berichtet unter anderem der Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologische Berater e.V.

Um psychisch gesund zu bleiben, lohnt es, die Kombination aus eigenen Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil genau unter die Lupe zu nehmen. Denn spanischen Forschern ist die Herstellung einer „Dosis-Wirkung-Beziehung“ zwischen industriell gefertigten Backwaren, Fast Food und Depressionen gelungen. Um das psychische Wohlbefinden zu erhalten, ist Mäßigung angeraten.

Forscher von der Universität von Las Palmas und der Universität von Granada in Spanien haben herausgefunden, dass der Verzehr industriell gefertigter Produkte, wie Fertig-Brownies oder Tiefkühl-Pizza in Einklang mit Rauchen, Bewegungsmangel oder auch hoher Arbeitsbelastung die mentale Gesundheit beeinträchtigen kann. Das berichtet anders leben.

Konkret konnten die Spanier darlegen: Konsumenten von Fast Food wiesen im Vergleich zu jenen, die wenig oder gar keine Produkte dieser Art zu sich nahmen, ein 51 Prozent höheres Risiko auf Depressionen zu entwickeln. Und: Je mehr Fast Food die Probanden verzehrten, desto größer auch das Risiko von Depressionen.

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