Besiktas: Die Alarmglocken läuten

Die schlimmsten Befürchtungen des Vorstands von Besiktas sind pure Realität geworden: Der Verkauf von Dauerkarten zeigt sich im überschaubaren Rahmen.

Als würde es nicht reichen, dass Besiktas mit einer finanziellen Notsituation zu kämpfen hat, kommt noch die fehlende finanzielle Unterstützung der Besiktas-Anhänger dazu. Was zu den größten Gründen bezüglich des miserablen Dauerkartenverkaufs herangeführt wird, ist  die neue E-Ticket Regelung, welche von den Anhängern boykottiert wird.

Ebenfalls wurden Dauerkarten konzipiert, welche für zwei Jahre ihre Gültigkeit nicht verlieren, doch stößt dies seitens der Besiktas-Anhänger auf keinerlei Interesse. Ebenfalls wurden im Trikotverkauf bisher nur überschaubare Mengen verkauft.

Einer der Besiktas Funktionäre habe in einem Interview folgende Aussage getätigt: „In der Phase, in der unsere direkten Konkurrenten keine Sponsorenverträge abschließen konnten, haben wir sehr viele Sponsoren an Land gezogen. Der Bau unseres Stadions läuft in höchster Geschwindigkeit. Wir haben einen wichtigen Spieler wie Demba Ba gekauft unser Präsident Fikret Orman hat noch zusätzlich das Versprechen gegeben, weitere Spieler zu kaufen. Trotz diesen Gegebenheiten haben wir bisher lediglich 4.711 Dauerkarten verkaufen können und innerhalb einer Woche lediglich 38.000 Trikotverkäufe getätigt. Wir verstehen einfach nicht, wie eine große Mannschaft wie unsere, mit solch großen Fans, keine Dauerkarten verkaufen kann. Wir übernehmen sogar die Kosten der Passolig-Karte. In dieser kritischen Phase müssten unsere Anhänger wirklich mehr Treue zeigen.“

7.000 Dauerkartenverkäufe in der letzten Saison!

In der letzten Saison hatte Besiktas bezüglich der Besucheranzahl der absolvierten Heimspiele einen fulminanten Start hingelegt. Die Saison wurde mit einer durchschnittlichen Besucheranzahl von 50.000 begonnen, was bis zum Derby gegen Galatasaray auf eine Zuschaueranzahl von 79.127 angestiegen ist und somit einen neuen Zuschauerrekord in der Türkei aufgestellt hatte. Doch wurde dieser Durchschnitt nicht gehalten, was durch die Passolig-Karte begünstigt wurde. Zum Ende der Saison wurden die Spiele von lediglich bis zu 20.000 Zuschauern besucht.

Das E-Ticket wurde schon von sehr vielen Anhängern von verschiedenen Vereinen in der Türkei kritisiert, doch kam der größte Protest seitens der Besiktas-Fans. Sie sehen das E-Ticket als eine Art Verzettelung und Abstempelung. Die bekannteste Fangruppe „Carsi“ hat in der vergangenen Saison am 31. Spieltag im Auswärtsspiel eine sehr spezielle Form von Protest vollzogen: Man hatte die Mannschaft außerhalb des Stadions unterstützt und  zeigte somit seine Haltung dieser Neuerung gegenüber.

Fenerbahce hat in nur vier Tagen den Trikotverkauf von Besiktas übertroffen

Besiktas hat am 15.07.2014 die Trikots für die kommende Saison für den Verkauf freigegeben und konnte bisher 38.000 Tickets verkaufen. Fenerbahce, welches die Trikots am Samstag zum Verkauf freigegeben hat, konnte bisher 42.000 Trikots verkaufen, während Galatasaray bisher keine Zahlen bezüglich des Trikotverkaufs veröffentlicht hat.

Carsi: Der Boykott geht weiter!

Eine der einflussreichsten Stimmen der Fangruppe „Carsi“, Ali Tektas, äußerte sich zu dem Geschehen: „Wir fühlen uns mit diesen E-Tickets abgestempelt und unserer Freiheit beraubt. Deshalb wird der Boykott auch in dieser Saison weitergehen.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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