Wieder Grubenunglück in der Türkei: Neun Bergleute in Kohleschacht eingeschlossen

In der türkischen Provinz Zonguldak wurden an diesem Dienstag nach einem Einsturz erneut neun Bergleute unter Tage eingeschlossen. Es ist das zweite Grubenunglück binnen kürzester Zeit. Erst vor drei Monaten waren bei einem tragischen Grubenunglück mehrere hundert Kumpel ums Leben gekommen.

Am Unglücksort seien schon zahlreiche Rettungskräfte eingetroffen, berichten aktuell gleich mehrere türkische Medien. Details über das Schicksal der eingeschlossenen Bergleute sind wenig bekannt. Sie sollen sich 20 Meter unter Tage befinden und bei guter Verfassung sein.

Das Unglück ist das zweite dieser Art innerhalb kürzester Zeit. Es soll sich um drei Uhr am Morgen zu getragen haben.

Nachdem vor ungefähr drei Monaten im türkischen Soma ein Mine eingestürzte, war heftige Kritik laut geworden. Die Minenbetreiber und die Regierung sollen zu wenig für die Sicherheit der Bergleute getan haben. Ministerpräsident Erdoğans Vorgehen hatte für heftige Proteste gesorgt (mehr hier). Er bezeichnete das Unglück als „Arbeitsunfall“.

Die Region um Zonguldak ist eines der wichtigsten Kohlereviere der Türkei. Seitdem im Mai 301 Minenarbeiter in Soma starben, wurden in der Region bereits mehrere kleine Unfälle gemeldet.

Update: Wie die türkische Zeitung Hürriyet meldet, konnten die Kumpel mittlerweile gerettet werden. Sie sollen sich mittlerweile im Krankenhaus befinden. Die Mine soll jüngsten Erkenntnissen zufolge illegal betrieben und schon mehrmals mit Strafen belegt worden sein.

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