Kinderspenden-Radtour: Mit dem Fahrrad nach Istanbul für den guten Zweck

Während in der Politik lange über die Finanzierung des Bildungssystems gestritten wird, möchte Reinhard Csigo nur kompromisslos helfen. Dafür ist ihm seit Jahren kein Weg zu weit: Seine Kinderspenden-Radtour soll im Jahr 2015 in die nächste Auflage gehen. Alle Einnahmen kommen in vollem Umfang benachteiligten Kindern zugute. Diesmal geht es in Richtung Türkei.

Reinhard Csigo ist bereits seit 2009 mit seiner Kinderspendentour aktiv. Die Tour in Richtung Istanbul ist dementsprechend nicht das erste Mammuthvorhaben. Schon nach Marokko hatten er und seine Mitstreiter mehr als 2500 Kilometer zurückgelegt. Dazu kamen in den vergangenen Jahren so manch aufregende Ziele außerhalb Deutschlands an. Unter anderem ging es für den guten Zweck auch ans Schwarze Meer oder nach Genua.

Kinderspenden-Radtour soll einem breiten Spektrum offenstehen

Was auf den ersten Blick wie Leistungssport anmutet, soll jedoch einer breiten Masse an Teilnehmern offenstehen, so Reinhard Csigo im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten. „Man muss für die Tour kein hundertprozentiger Radprofi sein. Jeder, der regelmäßig etwas Fahrrad fährt, sollte es schaffen können“, erklärt der Organisator und Initiator der Kinderspenden-Radtour. Ansonsten wäre ein Begleitfahrzeug zur Stelle. Csigo selbst ist geübt. Er fährt seit 19 Jahren aktiv Fahrrad.

Die Idee kam von türkischen Kollegen

„Alles fing an im Frühjahr 2009. Ich wollte schon immer so eine Radtour machen. Als ich auf die Philipp-Lahm-Stiftung aufmerksam wurde, hatte ich die Chance, beides zu verbinden“, so Csigo. Die Philipp-Lahm-Stiftung setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland und Südafrika ein. Man möchte ihnen eine Zukunft in den Bereichen Bildung und Sport bieten. Besonders der Umstand, dass die Gelder zu 100 Prozent Kindern zugutekommen und nicht in einer Verwaltung hängen bleiben, habe ihn an der Philipp-Lahm-Stiftung gereizt, sagt Csigo.

Ein weiterer Empfänger der Gelder wird der Verein Sternstunden des Bayerischen Rundfunks sein. Neben den Startgeldern, werden auch die Sponsorengelder in vollem Umfang an die Hilfsorganisationen gehen. Die Idee nach Istanbul zu fahren, kam in diesem Jahr übrigens von Kollegen Csigos. Diese kommen selbst aus der Türkei und schlugen die Bosporus-Metropole vor. Am Ende der Tour werden sie natürlich auch an der Ziellinie stehen. Wo genau die Tour in Istanbul endet, steht noch nicht fest. Beginnen wird sie am 31.07.2015 in Ingolstadt. Die Startgebühr betragen 30 Euro, auch ein extra Spendenkonto wurde eingerichtet.

Fünf Länder werden passiert

Auf den über 2000 Kilometern wird die Fahrrad-Gemeinschaft natürlich auch Pausen einlegen. Neben einem längeren Halt in Ungarn wird das Feld auch die bulgarische Hauptstadt Sofia sehen. Dort werde man sich etwas ausruhen, so der Initiator. Die Tour wird die Länder Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien und die Türkei passieren. In Istanbul selbst wird die Kinderspendenradtour zwei bis drei Nächte bleiben.

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