Startschuss fällt 2015: Ohne eGK werden Kosten in Rechnung gestellt

Wer im Januar 2015 noch keine elektronische Gesundheitskarte besitzt und verwendet, bekommt die Kosten für die ärztliche Behandlung in Rechnung gestellt. Das betrifft derzeit noch immer sechs bis acht Prozent aller Versicherten.

Ab dem 1. Januar 2015 gilt nur noch die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK). Wer bis dahin noch die alte Karte an der Rezeption vorlegt, hat Pech, auch wenn das auf der Karte aufgedruckte Gültigkeitsdatum noch nicht erreicht ist. Die Kosten werden dann in Rechnung gestellt. Das haben Ärzte, Krankenkassen und Zahnärzte entschieden.

Die Regelung gilt sowohl für niedergelassene Ärzte, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und für Kliniken, teilten die Akteure mit. Patienten, die sich bis jetzt der neuen Gesundheitskarte verweigert haben, müssen die Inanspruchnahme von Leistungen im kommenden Jahr selbst zahlen. Bis zum Ende des laufenden Jahres kann die alte Krankenversicherungskarte aber noch verwendet werden.

Die Übergangsfrist ist bereits mehrmals verlängert worden, weil immer noch sechs bis acht Prozent der Kassenpatienten weigern, die neue Karte in Anspruch zu nehmen. Die Gesundheitsakteure wollen hingegen, dass nun endlich Klarheit herrscht über die einzuhaltenden Pflichten.

Wer im kommenden Jahr keine eGK vorlegen kann, hat jedoch die Möglichkeit, bis zu diese zehn Tage nach der Behandlung nachzureichen. Alternativ reicht auch eine gültige Versicherungsbescheinigung der Krankenkasse. Werden die erforderlichen Unterlagen nachgereicht, muss der behandelnde Arzt eventuell privat in Rechnung gestellte Beträge zurückerstatten. Er kann dann die Abrechnung über die Krankenkasse vornehmen.

Die Einführung der eGK ist umstritten. Die Karte ist zwar technisch weiter entwickelt als die aktuelle Versichertenkarte. Die neuen Funktionen sind aber nicht nutzbar, weil das Telematik-System, welches die auf der neuen Karte zu speichernden Daten verwaltet, noch nicht nutzbar ist.

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