Türkischer Markt: Auch in Zukunft ein sicherer Ort für Investoren

Nachdem die europäischen Märkte zuletzt stagniert hatten, konnte sich die türkische Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres behaupten. Die direkten Investitionen in den türkischen Markt haben innerhalb der ersten sechs Monate eine Höhe von 6,76 Milliarden Dollar erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die ausländischen Direktinvestitionen damit um 28 Prozent gestiegen.

Zufrieden zeigte sich auch der türkische Wirtschaftsminister. „Die Zahl zeigt uns, dass es ein Wachstum von 28 Prozent im Vergleich zu dem im vergangenen Jahr gab. Letztes Jahr beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen auf 5,28 Milliarden Dollar“, sagte  Nihat Zeybekçi. Alleine im Juni hätten sich die getätigten Investitionen auf 990 Millionen Dollar belaufen.

Große Investitionen aus EU-Ländern

Der Löwenanteil der Auslandsinvestitionen wurde dabei von EU Ländern getätigt. Diese sind verantwortlich für 68 Prozent der Auslandsinvestitionen. Die Türkei sei für ausländische Investoren attraktiv, so der Wirtschaftsminister in der Hurriyet. Im ersten Halbjahr 2014 flossen 3,6 Milliarden Dollar aus der EU in den türkischen Markt. Gute 14 Prozent der Investitionen kamen wiederum aus asiatischen Ländern. Hier tätigten Aserbaidschan, Japan und Saudi-Arabien die höchsten Transaktionen. Von den Investitionen profitierte besonders der türkische Dienstleistungssektor, hier wurden 2,31 Milliarden investierst, so die Sabah. Im Dienstleistungssektor selbst fiel die Finanz- und Versicherungsbranche positiv auf. In die Branche wurden fast 1,8 Milliarden Dollar innerhalb der vergangenen sechs Monate Investiert. Während sich die Industrie im vergangenen halben Jahr gut entwickelte, war der Energiesektor etwas abgeschlagen. Nur 901 Millionen Dollar wurden von den ausländischen Investoren in diesem Sektor ausgegeben.

Ende Juni gehörten fast 40.000 türkische Firmen ausländischen Geldgebern. Fast die Hälfte dieser Firmen gehört europäischen Geldgebern, während 26 Prozent der Eigner aus dem Mittleren-Osten stammen. Die weitaus größte Zahl der Firmen gehört Investoren aus Deutschland, sagt die Sabah. Ungefähr 6000 Firmen sind in deutscher Hand. Aber auch die Niederlande und das Vereinigte Königreich konnten sich in den vergangenen Jahren behaupten. Die größten Investitionsbereiche waren dabei Immobilien- und Leasing Geschäfte, sowie der Groß- und Einzelhandel.

Ratingagentur korrigiert Wachstumsprognose

Nachdem die Ratingagenturen Fitch und Moody’s die Erwartungen an die türkische Wirtschaft npch im April gedämpft hatten, korrigierte Fitch die Wachstumsprognose zuletzt deutlich nach oben (mehr hier). Im Gespräch mit der Nachrichten Agentur Anadolu, habe die Direktorin von Fitch, Janine Row, die Wachstumsprognosen auf 2,7 Prozent betitelt. Sie begründete den Schritt mit dem guten Auftreten des türkischen Bankensektors im ersten Quartal dieses Jahres. Dieser Prognose haben sich die Weltbank, die Ratingagentur Standard & Poor’s und die OECD angeschlossen, so der Worldbulletin.

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