Abhörskandal: US-Vertreter ins türkische Außenministerium bestellt

Nach Angaben des stellvertretenden türkischen Ministerpräsidenten Bülent Arınç soll in den frühen Morgenstunden ein Vertreter der USA ins Außenministerium bestellt worden sein. Er soll sich dort zu den aktuellen Abhörvorwürfen äußern. Nachdem die Spionageaktionen des deutschen Geheimdienstes aufflogen, kam nun zum Vorschein, dass offenbar auch der britische und US-amerikanische Geheimdienst ebenfalls in der Türkei aktiv sind.

Der deutsche Auslandsgeheimdienst BND wurde durch Dokumente enttarnt, die deutschen Zeitungen vorliegen. Schon in diesem Fall war ein deutscher Vertreter zu einem Gespräch mit den türkischen Behörden geladen worden.

Aus den Dokumenten wird ersichtlich, dass die US-amerikanische NSA sowohl gegen als auch mit der Türkei arbeitet. Während der US-amerikanische Geheimdienst seine türkischen Kollegen umfangreich mit Daten über die türkischen Kurden versorgt, wurde das Land auch zum Aufklärungsziel, so Netzpolitik. Diesen Vorwürfen muss sich jetzt ein amerikanischer Vertreter im türkischen Außenministerium stellen, so die Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Interessen der NSA richteten sich besonders auf die Führungsabsichten und außenpolitischen Interessen der Türkei. Der britische GHCQ spioniere besonders die Energieversorgungsstrategien der Türkei aus. Das deutsche Aufklärungsinteresse hatte sich angeblich besonders auf Organisationen beschränkt, die in beiden Ländern aktiv seien, so auch die Terrororganisation PKK (mehr hier).

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