Forschung am Gehirn: Pentagon will Gedächtnis mit Implantat wiederherstellen

Die US-Regierung will ehemaligen Soldaten helfen, ihr Gedächtnis zu reaktivieren. 40 Millionen US-Dollar investiert das Pentagon in die Entwicklung eines Gehirnimplantats, das die Erinnerung wiederherstellen soll. Die technologische und wissenschaftliche Studie könnte unzähligen Patienten den Alltag erleichtern.

Die Forschungsabteilung des Pentagon sucht nach einer Hardware, die die Erinnerung nach einem Gedächtnisverlust wiederherstellen kann. Viele Soldaten, die im Irak und Afghanistan eingesetzt waren, leiden unter Gehirnverletzungen. Diese führen im Alltag zu starken Beeinträchtigungen. Das drahtlose Implantat für Patienten mit Hirnschäden und Funktionsstörungen soll Gedächtnislücken durch Brücken schließen und so Erinnerungen reaktiveren können.

Die Defense Advanced Research Projects Agency will das Projekt mit 40 Millionen US-Dollar unterstützen. Dabei steht ein völlig neuer Ansatz im Fokus. Im Vergleich zu den bisherigen Behandlungsmethoden mit Medikamenten und Psychotherapien, sollen hier neurologische Signale, die für die Erinnerung verantwortlich sind, entschlüsselt werden. Das Decodierungsprogramm wird dann in ein Gehirnimplantat eingebaut. Das berichtet anders leben.

„Wir brauchen eine neue Hardware, neue Geräte, die mit dem Gehirn verbunden werden können, und wir müssen neue Rechenmodelle entwickeln, die es den Medizinern erlauben mit dem Gehirn zu kommunizieren“, sagt Justin Sanchez, Manager des Restoring Active Memory Programms.

Die Forscher müssen jedoch enorme technologische und wissenschaftliche Herausforderungen überwinden, damit es Ärzten künftig möglich werden kann mit neurologischen Signalen Erinnerungen zu erkennen, zu interpretieren und mit ihnen zu interagieren. Der erste Schritt ist es, das deklarative Gedächtnis zu studieren. Der nächste Schritt ist, die Codierung von Erinnerungen zu entschlüsseln, um schließlich die Erinnerungen durch eine Hardware im Gehirn wiederherstellen zu können.

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