Galatasaray will Strafe nicht akzeptieren

Galatasaray will die vom TFF auferlegte Zuschauersperre nicht akzeptieren und hat bereits rechtliche Schritte gegen das Urteil eingeleitet. Präsident Ünal Aysal beschuldigte einmal mehr den türkischen Verband mit inkompetenem Verhalten

Die Nachwehen zur Zuschauersperre von Galatasaray halten an. Nachdem der TFF das Urteil des PFDK verschärfte und für das unrühmliche Verhalten diverser Galatasaray-Anhänger eine Zuschauersperre für das erste Heimspiel gegen Eskisehirspor aussprach, gab es innerhalb des Vereins eine massive Protestwelle. So kündigte der Pokalsieger via offizieller Stellungnahme auf der Vereinshomepage an, dass man jeden nötigen Schritt zur Aufhebung der Sperre ins Auge gefasst habe. Zudem wurde der TFF massiv kritisiert.

Ünal Aysal: „Strafe ist nicht gerecht!“

Zu Wort gemeldet hat sich nun auch Vereinspräsident Ünal Aysal, der gegenüber der türkischen Presse keinerlei Verständnis für die auferlegte Sperre zeigen wollte. „Wir haben eine belanglose und parteiisch getroffene Strafe erhalten. Leider will der TFF seine eigenen Fehler auf Galatasaray übertragen. Die Sperren aus der letzten Saison wurden zum Teil aufgehoben und für dieses Jahr keine Zuschauersperren mehr angekündigt. Daher ist diese Strafe nicht zu akzeptieren. Das Urteil zeigt, dass hier wohl Absicht dahinter steckt.“

Falsch aufgefasst hat der Klubboss jedoch die Regeländerung des TFF. So hat der Verband vor der Saison bekanntgegeben, dass lediglich die Zuschauersperren, bei denen noch Frauen und Kinder im Stadion erlaubt waren, aufgehoben werden. Auch die Strafen aus der vergangenen Saison wurden nicht aufgehoben, sondern hierfür, wie bereits angekündigt, die jeweiligen Blöcke der Fanlager gesperrt.

Die TFF behält sich weiter das Recht vor, bei schwerwiegenden Vergehen eine sofortige Sperre auszusprechen. Hier sind Beleidigungen von den Zuschauerrängen jedoch nochmals von Zuschauerkrawallen, Wurfgeschossen und Körperverletzungen zu unterscheiden. Gemäß der harten Linie des Verbandes ist die auferlegte Sperre sogar ein Stück weit nachvollziehbar: So wurden in der vergangenen Saison insbesondere Bursaspor und Fenerbahce für zahlreiche kleinere Vergehen mit Zuschauersperren sanktioniert. Gemäß der Mentalität im türkischen Fußball zieht man es aber auch in der neuen Saison vor, dass eigene Fehlverhalten auf andere abzuwälzen.

Als Nachtrag ist zu erwähnen, dass die auferlegte Zuschauersperre Galatasarays nicht wegen den Beleidigungen von den Zuschauerrängen ausgesprochen wurde, sondern auf Grund der vielen Wurfgeschosse (darunter Tomaten, Kartoffeln und Feuerzeuge), die auf das Spielfeld abgeworfen wurden. Hierbei wurde Verbandsangaben zu Folge ein TFF-Funktionär verletzt.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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