Fenerbahce-Masseur rettet Trabzonspor-Spieler vor dem Erstickungstod

Eren Akkaya, Masseur von Fenerbahces U-21, ist nach dem vergangenen Wochenende der Held des Spieltages. Akkaya bewahrte Trabzonspor-Spieler Recep Ugur Öztürk mit einer lebensrettenden Sofortmaßnahme vor dem Ersticken.

Neben dem brisanten Duell bei den Profis fand am vergangenen Wochenende auch in der U-21-Liga das Duell zwischen Fenerbahce und Trabzonspor  statt. Überschattet wurde der 3:2-Auswärtssieg der Gäste in Istanbul allerdings von zwei unschönen Vorfällen. Zum einen durfte man sogar in den jüngeren Jahrgängen die Rivalität der beiden Erzrivalen hautnah spüren, als einige wenige Fenerbahce-Anhänger die Trabzonspor-Akteure angriffen. Zum anderen verletzte sich Trabzonspors Recep Ugur Öztürk nach einem Zweikampf so schwer, dass er von Fenerbahce-Masseur Eren Akkaya mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Leben erhalten werden musste.

Gegenüber der türkischen Tageszeitung AKSAM schilderte Akkaya die Situation folgendermaßen: „Ugur rannte Richtung Seitenlinie, als er mit unserem Spieler Mehdi in einen Zweikampf geriet. Mehdi hat ihn mit der Hand am Kehlkopf getroffen, woraufhin Ugur sofort seinen Hals umklammert hat und seine Augen plötzlich nach hinten gerollt sind. Nachdem er mit seinen Füßen wild um sich getreten hat, habe ich bereits darauf spekuliert, dass er seine Zunge verschluckt hat. Ich sah, dass er keine Luft mehr bekam und dachte schon, er wäre bewusstlos. Ich rannte auf das Spielfeld und erkannte, dass er nach Luft schnappte. Anschließend habe ich ihn am Kopf gepackt, seinen Kiefer auseinandergerissen und mit meiner Hand die Zunge zurück nach vorne geholt. Danach hat er ein bisschen gewürgt und angefangen zu husten.“

Akkaya weiter: „Ich habe gemerkt, dass er wieder Luft bekommt. Danach habe ich ständig auf ihn eingeredet und ihm gesagt, dass er ruhig bleiben soll. Ich habe ihn gestützt, denn er war extrem schwach und immer noch kurz davor, bewusstlos zu werden. Dann war auch schon der Arzt da und hat uns geholfen.

[…] Ich habe lediglich das getan, was getan werden musste. Er wollte direkt danach schon wieder weiterspielen. Danach gab es keine Probleme mehr. Zum Glück hat er alles unbeschadet überstanden. Letztendlich geht es darum, dass wir alle Brüder sind, trotz der Rivalität auf dem Platz. Jeder versucht, sein Geld zu verdienen und zu gewinnen. Ich hoffe, dass er seine Karriere ohne gesundheitliche Probleme fortsetzen und dem türkischen Fußball dienen kann. Dass Trabzonspor sich mit einer öffentlichen Stellungnahme auf der Webseite bedankt hat, hat das Ganze positiv abgerundet.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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