Fatih Terim fordert mehr Zusammenhalt

Enttäuschung und Tristesse pur bei der türkischen Nationalmannschaft! Nach dem 1:1 in Lettland sind die EM-Hoffnungen der Rot-Weißen bereits nach dem dritten Spieltag nahezu verflogen. GazeteFutbol.de hat die Stimmen eingefangen.

„Das Ergebnis heute war mehr als nur Zufall. Wir haben an die zehn Torchancen vergeben. Sie haben per Elfmeter getroffen, ansonsten hätten sie mit Sicherheit kein Tor erzielt. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie in der ersten Hälfte überhaupt mal vor unserem Tor waren, doch so ist eben der Fußball.

Mit so einer Tabellenkonstellation hatte sicherlich niemand gerechnet. Ich habe bereits zu Beginn der Auslosung gesagt, dass wir eine schwere Gruppe haben. Doch mit so einem Verlauf habe ich weder gerechnet noch darauf gehofft. Ich bin derjenige, der die Spieler nominiert und spielen lässt, also bin ich auch der Schuldige. Ich bin der türkische Sportdirektor des Verbandes, das bedeutet, dass ich auf all diese Fragen Lösungen finden muss. Wir hätten heute mit Sicherheit einen Neubeginn starten können. Es gibt aber auch keine Entschuldigung dafür, dass wir Lettland nicht schlagen konnten. Ich kann das nicht akzeptieren. Wir spielen mit zu vielen Fehlern und haben noch zahlreiche Defizite.

Ehrlich gesagt will ich eine Mannschaft, die auch eine Mannschaft ist. Wir versuchen hier, mit einer bestimmten Gruppe die Türkei zu repräsentieren. Natürlich ist die Vereinsmannschaft eines Spielers wichtig, doch an oberster Stelle kommt die Nationalmannschaft. Wir haben noch einiges aufzuholen. Wir müssen mehr an den Fußball denken. Ich verlange von den Spielern, dass sie sich noch viel mehr mit der Nationalmannschaft identifizieren.

Auch wenn wir Lettland geschlagen hätten, hätte ich heute vielleicht das Gleiche gesagt. Wir werden uns nicht vom Negativen beeinflussen lassen, denn es muss kontinuierlich weitergearbeitet werden. Wir haben zahlreiche Projekte am Laufen, müssen aber noch mehr bringen, wenn wir regelmäßig an großen Turnieren teilnehmen wollen. Wir hoffen, dass wir bald eine Mannschaft beieinander haben, die immer stärker wird und an den gewünschten Turnieren teilnehmen kann. Im Moment bin ich aber nicht zufrieden, das ist klar.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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