Studie: Kaiserschnitt-Geburt hat Einfluss auf die Stammzellen

Ist ein Kind nicht dem positiven Stress einer natürlichen Geburt ausgesetzt, kann das offenbar Auswirkungen auf seine spätere Gesundheit haben. Schwedische Forscher haben die Stammzell-DNA von Babys analysiert, die entweder auf normalem Weg oder per Kaiserschnitt zur Welt kamen. Das Ergebnis: Gleich in mehrere hundert DNA-Regionen zeigten sich Unterschiede.

Eine Geburt per Kaiserschnitt führt offenbar zu Veränderungen der Stammzell-DNA bei Neugeborenen. Zu diesem Ergebnis kommen schwedische Forscher, die die Zusammenhänge zwischen der Geburtsart und der Stammzellen-Prägung untersucht haben. Die Resultate könnten helfen zu verstehen, warum so geborene Kinder ein erhöhtes Risiko für immunologische Krankheiten besitzen. Noch ist aber unklar, ob dieser so genannte epigenetische Mechanismus vorübergehend oder dauerhaft ist.

In der aktuellen Studie analysierten die Forscher epigenetische Veränderungen in Stammzellen aus dem Nabelschnurblut. Insgesamt wurden 43 Kinder untersucht. 18 von ihnen kamen per Kaiserschnitt zur Welt. Das Ergebnis: Es zeigten sich spezifische epigenetische Unterschiede zwischen den Gruppen in fast 350 DNA-Regionen. Betroffen waren dabei auch Gene, die in den Stoffwechsel und die Immunabwehr involviert sind.

„Bei einer vaginalen Geburt ist der Fötus einem erhöhten Stressniveau ausgesetzt, welcher das Ungeborene auf positive Art und Weise für das Leben außerhalb der Gebärmutter vorbereitet“, zitiert anders leben Mikael Norman, an der Forschung beteiligter Kinderarzt und Professor für Neonatologie. „Diese Aktivierung des Abwehrsystems des Fötus tritt nicht auf, wenn ein Kaiserschnitt vor Einsetzen der Wehen durchgeführt wird. Das wiederum könnte eine mögliche Ursache für die Unterschiede zwischen den betrachteten Gruppen sein.“

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