Deutsche Firmen bekommen Zugang zum Gesundheitsmarkt in China

Die Bundesregierung will das Wachstum der deutschen Gesundheitswirtschaft stärken. Dazu sollen deutsche Unternehmen Zugang zum chinesischen Gesundheitsmarkt erhalten. Im Gegenzug erhält China wichtiges Knowhow zur Reform ihres Krankenhauswesens.

Für mehr Wachstum vereinbarten Deutschland und China einen Aktionsplan zur gesundheitspolitischen Zusammenarbeit. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe traf seine chinesische Amtskollegin Ministerin Li Bin der Nationalen Kommission für Gesundheit und Familienplanung bei den Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin.

Die deutsche Seite hat deutlich gemacht, dass ein nicht-diskriminierender Marktzugang für deutsche Unternehmen und insbesondere für chinesische Unternehmen mit deutschen Mutterkonzernen ein zentrales Anliegen ist. Zugang zu Medikamenten und Medizinprodukten sind primär auch im Interesse einer guten Versorgung der Patienten. Daher befürwortet die deutsche Seite klare und transparente Zulassungsverfahren, die einen schnellen Zugang zu innovativen und anerkannten Produkten und Verfahren ermöglichen, teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit.

Zur Eindämmung von Epidemien ist eine Zusammenarbeit bei übertragbaren Krankheiten und dem spezifischen Thema der multiresistenten Erreger (MRE) essentiell. Vereinbart wurde ein verbesserter Austausch von Informationen über neue Erreger, den Einsatz von Impfstoffen und Antibiotika. Eine umfassende Strategie zur Bekämpfung von MRE und anderen Erregern bedarf komplexer Hygiene-Standards, die von deutschen und chinesischen Universitätskliniken erarbeitet werden sollen.

Die Verbesserung der Versorgungsleistung insbesondere in der Primärversorgung soll in China durch eine Reform des Krankenhauswesens nach deutschem Vorbild erfolgen. Hierbei unterstützt die deutsche Seite den Reformprozess durch Erfahrungen und Expertise im System für das pauschalisierte Abrechnungsverfahren anhand von Fallgruppen (DRG-System).

Die deutsche Gesundheitswirtschaft wächst kontinuierlich: Sowohl Umsatz als auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Eine Entwicklung, die sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Bis 2016 wird der Branche eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate des Umsatzes von 5,6 Prozent prognostiziert, meldet das Statistische Bundesamt.

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