Galatasaray schreibt die Champions League ab

Mit der deutlichen 0:4-Klatsche gegen den BVB ist die Zuversicht bei den Gelb-Roten endgültig verlorengegangen. Die Chancen auf das Achtelfinale sind verschwindend gering, so dass sämtliche Verantwortliche die Fokussierung auf den Ligabetrieb fordern. Die Stimmen aus der Türk Telekom-Arena.

Cesare Prandelli, Galatasarays Trainer

Unsere Fans waren fantastisch. Wir sollten uns von dieser Niederlage nicht demoralisieren lassen. Unser Ziel ist die 20. Meisterschaft in der Klubgeschichte, dafür werden wir hart arbeiten, alles andere ist erstmal zweitrangig. In der Champions League spielen wir gegen richtig große Mannschaften. Viele Spieler aus der Mannschaft unseres heutigen Gegners standen im deutschen Weltmeisterteam. Wir sollten den Kopf nicht in den Sand stecken.

Wir haben in der zweiten Hälfte aggressiver gespielt. In der Türkei haben alle Spieler Mut und denken immer positiv, aber wir müssen für eine bessere Organisation auf dem Platz sorgen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit getan und Dortmund hatte damit Probleme. Aber wie bereits gesagt, gilt unser primäres Ziel dem vierten Stern. Hierfür werden wir alles unterordnen. Ich bin geholt worden, um den Titel zu holen, und dafür werden wir mit aller Macht hinarbeiten.

Bruma war nach der Länderspielpause nicht 100 Prozent fit und angeschlagen. Ich möchte, dass er sich noch etwas mehr entwickelt und zum Teamspieler wird. Olcan hatte sogar im Fenerbahce-Spiel schon Probleme. Da mir persönlich die Liga wichtiger ist, habe ich Olcan nicht spielen lassen. Veysel sollte sich ausruhen. Er ist bescheiden und rennt jeden für seine Mitspieler.

Hamit Altıntop, Galatasaray

Wir haben es den Dortmundern in der ersten Halbzeit sehr leicht gemacht. Mit unserer Unterstützung hat Dortmund wie in den ersten beiden Gruppenspielen weitergemacht. Wir wussten, dass Dortmund sehr guten Fußball gespielt hat in der Champions League. Der dritte Treffer von Reus ist dann einfach Weltklasse. Es sieht jetzt natürlich nicht gut aus, entscheidend ist für uns jetzt, dass wir Strukturen reinbringen. Die Liga ist natürlich wichtiger, das habe ich bereits gestern bei der Pressekonferenz gesagt.

Burak Yilmaz, Galatasaray

Heute ist es nicht so gelaufen wie wir wollten. Wir haben uns sehr speziell vorbereitet, doch genützt hat es nichts. Nach dem Derbysieg war es bereits das nächste schwere Spiel für uns. Doch unsere Priorität gilt der Liga und dem vierten Stern. Versteht es nicht falsch, doch unsere Gedanken waren vielleicht noch beim Derbysieg. Wir entschuldigen uns bei unseren Fans. Heute lief alles so, wie Dortmund es sich vorgestellt hat. Wir sind enttäuscht.

Jürgen Klopp, Dortmunds Trainer

Ich fand das gar nicht so locker. Wir haben die Tore im richtigen Moment gemacht und mussten Gala trotzdem fast 90 Minuten lang aufmerksam verteidigen. Sie haben erst nach dem 4:0 nachgelassen. Wir haben vieles gut umgesetzt, haben tiefer gestanden, das auch durchgehalten und daraus resultierend tolle Tore geschossen. Etwas Spielglück gehört auch dazu, und dann geht so ein Ball wie der von Marco Reus auch rein. Aber leicht war das heute sicher nicht.

Ich glaube nicht, dass uns die Mannschaften in der Champions League nicht kennen. Es würde mich wirklich überraschen, wenn Arsenal, Anderlecht oder Galatasaray uns nicht kennen würden. Bei uns mussten ein paar Sachen zusammenkommen, damit wir diese Spiele gewinnen konnten. Gala ist eine Fußball spielende Mannschaft: Wir haben sie sehr gut verteidigt, sie uns nicht so gut. Deshalb haben wir hochverdient gewonnen.

Wir werden in der Liga jetzt keine Räume mehr hergeben. Das ist der Plan. Es darf und wird nicht mehr passieren, dazu haben wir zu viele zu leichte Tore kassiert. Wir müssen bereit sein auch für dreckige Siege; das wird ab jetzt der Fall sein.

Wenn ich hier im Verein einen türkischen Präsidenten hätte, wäre Dortmund nicht da, wo es heute ist. Die türkischen Vereine brauchen Geduld und nochmals Geduld. Ich sehe aber keine Kontinuität, vor allem bei den Istanbuler Vereinen nicht. Wenn man gemeinsam statt gegeneinander agieren würde, wäre man eine Fußballmacht. Schauen Sie sich die Potenziale von Besiktas, Galatasaray und Fenerbahce an.

Mats Hummels, Dortmund

Wir waren sehr konzentriert, haben hinten sicher gestanden und unsere Konter waren brandgefährlich. Außerdem waren wir anfangs sehr effektiv – zwei Chancen, zwei Tore, das ist zuletzt eher unseren Gegnern gelungen.

Neven Subotić, Dortmund

Hinten hat es gepasst, vorne hat es gepasst. Die Anfangsphase war sehr schwer, aber das haben wir gut gemeistert, wir haben nichts anbrennen lassen und vorne die Dinger gemacht. Das Spiel war nach einer halben Stunde entschieden, danach liefen sie nur noch dem Ball hinterher.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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