Trabzonspor: Halilhodzic bietet Rücktritt an

Die Nerven bei Trabzonspor liegen blank! Nach zwei Siegen in Folge musste der Schwarzmeerklub gegen Gaziantepspor bereits den nächsten Rückschlag hinnehmen. Trainer Halilhodzic steht massiv in der Kritik und bietet bereits seinen Rücktritt an. Ein Seitenhieb gegen Fenerbahce darf aber nicht fehlen. Die Stimmen aus Trabzon.

Ein Sieg, fünf Remis und eine Niederlage – die bisherige Saisonbilanz Trabzonspors ist alles andere als zufriedenstellend. Der selbsternannte Meisterschaftskandidat hinkt bereits nach dem siebten Spieltag sämtlichen Ansprüchen hinterher, auch die gestrige Aufholjagd beim furiosen 4:4 zu Hause gegen Gaziantepspor hat die Verantwortlichen an der Schwarzmeerküste nicht zufriedengestellt. Im Zentrum der Kritik steht Trainer Vahid Halilhodzic, der im mittlerweile viel zu großen Kader des Schwarzmeerklubs vergeblich nach einer festen Stammformation sucht. Eine erste Quittung bekam der Bosnier am gestrigen Sonntag bereits zur Halbzeitpause, als Teile der Anhängerschaft den Rücktritt Halilhodzics forderten.

Auch wenn der exzentrische Coach nach dem Spiel erklärte, dass er die Sprechchöre „nicht gehört habe“ , nimmt der Druck auf Halilhodzic von Spiel zu Spiel zu. „Wenn ich zurücktreten muss, dann mache ich das. Ich habe keine Probleme damit. Es geht hier um den Verein und nicht um mich“, erklärte der Bosnier nach dem Spiel. Die desolate Abwehrleistung seiner Mannschaft konnte der Übungsleiter nur schwer rechtfertigen: „Es ist nicht leicht, dieses Spiel zusammenzufassen. Ich habe als Trainer das erste Mal in meiner Karriere vier Gegentore bekommen. Und ihr habt alle gesehen, wie die Tore gefallen sind. Einige Spieler stehen bei den Heimspielen wohl zu sehr unter Druck, sie erstarren regelrecht. Den Willen der Mannschaft muss man aber herausstreichen. Sie haben bis zum Abpfiff gekämpft und den Ausgleich erzielt. Auch der Sieg war noch drin. Ich muss mich selbst hinterfragen, auch die Spieler sollten das tun. Wir müssen dringend unsere Fehler abstellen.“

Seitenhieb an Fenerbahce

Kritisch äußerte sich der Chefcoach zum Spielplan in der Süper Lig. Gegenüber den anderen Europapokalteilnehmern werde Trabzonspor klar benachteilt, so Halilhodzic. „Nach dem Spiel am Donnerstag hätten wir auch erst am Montag spielen können. Der Verband verhält sich nicht zu allen Vereinen gleich. Auch wenn es um die Strafen mir gegenüber geht. Gegenüber den Schiedsrichtern ist es schwer, objektiv zu bleiben. Wir haben einige Elfmeter nicht bekommen. Ich habe meine Coachingzone überschritten und wurde sofort bestraft. Ich denke, bestimmte Personen möchten Autorität ausstrahlen indem sie mich auf die Tribüne schicken. In der Champions League habe ich sowas bislang aber noch nicht gesehen.“ Entgangen war Halilhodzic wohl aber, dass der eingewechselte Oscar Cardozo bei der gestrigen Partie des Platzes hätte verwiesen werden müssen. So trat der Paraguayer gegen Ende der Partie gezielt gegen einen Gaziantep-Spieler nach und hatte Glück, dass Referee Cüneyt Cakir und dessen Assistenten die Situation übersahen.

Obligatorisch sind derweil die Seitenhiebe gegen den Erzrivalen, so auch gestern. Halilhodzic zeigte sich mit den beiden Elfmetern im Spiel zwischen Fenerbahce und Genclerbirligi (2:1) nicht einverstanden, erklärte aber auch, sich nicht zu sehr auf Nebenkriegsschauplätze konzentrieren zu wollen. „Sie haben die Elfmeter von Fenerbahce gesehen. Ich möchte meine Energie aber nicht für derartige Dinge verschwenden. Wir können das sowieso nicht ändern, sie wissen selbst wie der türkische Fußball ist. Wenn ich das weiter ausführe, steht mir schon die nächste Strafe bevor. Sie alle wissen besser als ich, was ich jetzt sagen würde.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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