Umfrage: Türken sind mit Erdoğans Arbeit unzufrieden

Die Sympathiepunkte für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sind innerhalb der heimischen Bevölkerung gesunken. Fast die Hälfte zeigte sich in einer aktuellen Meinungsumfrage nicht zufrieden mit ihrem einstigen Premier. Sein Nachfolger Davutoğlu kann jedoch ebenso wenig punkten.

Zwei Monate nach seinem Amtsantritt sind die Sympathiewerte für Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan in der Türkei einer Meinungsumfrage zufolge gesunken. 48 Prozent der Befragten hätten sich negativ über die Arbeit des Staatsoberhauptes geäußert, berichtete das Meinungsforschungsinstitut Metropoll am Dienstag. 44,8 Prozent seien dagegen zufrieden gewesen. Bei der ersten direkten Wahl eines Staatspräsidenten durch das Volk in der Türkei hatte Erdoğan im August noch 51,7 Prozent der Stimmen erhalten (mehr hier).

Erdoğans Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, Ahmet Davutoğlu, kam in der Oktober-Umfrage von Metropoll auf einen Zustimmungswert von 43,5 Prozent. 45,1 Prozent der Befragten äußerten sich negativ über die Arbeit Davutoğlus, der auch die islamisch-konservative Regierungspartei AKP anführt. Seit seinem Amtsantritt steht er vor allem außenpolitisch vor immensen Herausforderungen (mehr hier).

Deutlich schlechter wird in der Umfrage Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu von der CHP beurteilt: Er kommt auf eine Zustimmung von 18 Prozent, 76 Prozent sind unzufrieden. Im kommenden Jahr stehen in der Türkei Parlamentswahlen an.

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