USA: Militär-Geheimdienst entsendet 500 neue Spione in alle Welt

Das US-Außenministerium wird weitere 500 Agenten ins Ausland entsenden. Die Beamten sollen für den Militär-Geheimdienst Defense Intelligence Agency tätig werden. Der Militärgeheimdienst sorgt damit für Wettbewerb unter den Spionen. Bisher hatte die CIA das Privileg für Auslandseinsätze. Wohin die neuen Facharbeiter geschickt werden, bleibt, der Natur der Sache entsprechend, geheim.

Die USA werden 500 neue Agenten ins Ausland entsenden. Die Beamten sind Mitglieder der Defense Intelligence Agency (DIA), die neben der militärischen Aufklärung auch Aufklärung in den Bereichen des Terrorismus und der organisierten Kriminalität betreibt. Die DIA untersteht dem Pentagon.

Das Pentagon hatte ursprünglich mit der Entsendung von 1.000 DIA-Agenten geplant. Zudem sollte eine neue Geheimdienst-Struktur gegründet werden. Doch die Pläne des Pentagons stießen im US-Kongress auf Kritik und Widerstand. Die US-Abgeordneten fürchten, dass das von Militärs dominierte Pentagon eine Konkurrenz zur CIA aufbauen möchte.

Im Gegensatz zur CIA ist die DIA nicht befugt, „verdeckte Operationen“ wie beispielsweise politische Sabotage oder Drohnen-Angriffe durchzuführen, berichtet die Washington Post. Dabei bestehen die DIA-Mitarbeiter hauptsächlich aus Angehörigen des US-Militärs. Zivile Mitarbeiter wiederum überwiegen bei der CIA.

Sowohl die CIA als auch die DIA unterstehen dem Director of National Intelligence (DNI), der insgesamt 16 US-Geheimdienste koordiniert. Er wird vom US-Präsidenten ernannt.

Im vergangenen Jahr betrug das Budget der CIA 14,7 Milliarden US-Dollar. Die DIA erhielt lediglich 4,4 Milliarden US-Dollar, meldet der Business Insider. Die CIA gab insgesamt 2,6 Milliarden US-Dollar für „verdeckte Operationen“ aus.

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