Kölner Kabarettist: Islam darf beim Karneval nicht ausgeklammert werden

Humor und Islam, das muss zusammengehen, so der bekannte Kabarettist Jürgen Becker. Auch im gerade beginnenden Karneval dürfe das Thema nicht ausgespart werden. Er widersprach der Kritik von Dieter Nuhr. Der warf seinen Kollegen vor, sich nicht kritisch mit dem Islam auseinanderzusetzen.

Der Karneval darf das brisante Thema Islam nach Meinung des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker (55) nicht ausklammern. Dies geschehe zumindest in Düsseldorf nicht: «Die ernstzunehmenden Karnevalszüge wie der Düsseldorfer, die machen das», sagte Becker am elften Elften zum Auftakt der Karnevalssession der Nachrichtenagentur dpa.

«Der (Wagenbauer) Jacques Tilly, der hat da ja super Wagen gemacht. Und wenn da so ein Wagen drin ist, dann wird der auch weltweit abgebildet, das ist der eigentliche Effekt, nicht der Zug selber. Der Kölner Rosenmontagszug ist natürlich qualitativ sehr schlecht, den kann man gar nicht ernst nehmen. Deswegen muss man auf den Düsseldorfer Zug gucken, das ist das Vorbild.»

Der Comedian Dieter Nuhr hatte seinen Kollegen kürzlich vorgeworfen, sich nicht kritisch mit dem Islam auseinanderzusetzen. «Die ziehen dann halt den Schwanz ein», hatte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» gesagt, «sonst wäre man ja «islamophob».» Becker widersprach dem: «Das stimmt nicht, was der Dieter Nuhr sagt, das ist absoluter Quatsch. Es ist nicht so, dass das Thema ausgeklammert wird. Wir haben ja sogar Kabarett in der Moschee gemacht, in Duisburg, mehrfach: «Kabarett am Minarett». Da saßen dann Leute mit Kopftuch im Publikum, Ungläubige und Christen, alles durcheinander. So macht man das.»

Anzeigen bekomme er dauernd, von allen religiösen Gruppen, sagte Becker. «Das ist ein ganz normaler Vorgang. Die Gerichte wissen das auch einzuordnen.» Die Verfahren würden immer eingestellt.

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