Nach dem Spiel gegen Kasachstan: Volkan Demirel erklärt seine Flucht

Die Flucht von Nationaltorwart Volkan Demirel vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan, spaltet die türkische Nation. Nun hat sich der 33-Jährige selber zu den Vorkommnissen geäußert und erste Details bekanntgegeben.

Kaum ein Thema beschäftigt die türkische Fußballwelt derzeit mehr, als die Flucht von Nationalkeeper Volkan Demirel aus der Türk-Telekom-Arena, vor dem Spiel gegen Kasachstan. Nachdem der 33-Jährige das Stadion, kurz vor dem wichtigen EM-Qualifikationsspiel urplötzlich verließ, erhält der Torwart von einer Seite Zuspruch für sein Verhalten, andere verurteilen ihn gleichzeitig auf das Schärfste. Nun hat sich der Fenerbahce-Torwart selbst zu der Thematik geäußert.

„Sie haben meine Mutter und meine Ehefrau beschimpft“

Man rieb sich zunächst verwundert die Augen, als Demirel beim Aufwärmen verärgert den Platz verließ und Nationaltrainer Fatih Terim signalisierte, dass er unter diesen Umständen nicht auflaufen wolle. Istanbul Basaksehirs Volkan Babacan, sprang daraufhin für ihn in die Bresche. Der türkischen Tageszeitung Hürriyet zufolge, soll Demirel zu Terim gesagt haben: „Trainer, mir geht es nicht gut. Sie haben mich, meine Ehefrau und meine Familie auf das Übelste beschimpft“. Er sei „nicht in der Stimmung vor denen zu spielen, die ihn derart beleidigen“. Terim nahm seinen Schützling daraufhin aus der Startformation, welcher zunächst die Türk-Telekom-Arena verließ, allerdings aber wieder zurückbeordert wurde, da mein eine Sanktion seitens der UEFA fürchtete.

Zunächst keine Disziplinarmaßnahmen gegen Demirel

Desweiteren gibt es zur Zeit keine drohenden disziplinarischen Maßnahmen gegen den Nationaltorwart. Coach Fatih Terim sagte, dass „man sich alles in Ruhe anschauen und eine Lösung finden werde“.

Rüstü Recber gibt Volkan Rückendeckung!

Unterstützung bekommt Demirel zudem von seinem Vorgänger und Rekordnationalspieler Rüstü Recber. Der 118-fache ehemalige Nationaltorwart gibt seinem Nachfolger Rückendeckung und kann dessen Verhalten absolut nachvollziehen. „Es geht überhaupt nicht in Ordnung, dass ein Spieler der das Dress der türkischen Nationalmannschaft trägt, auf diese Weise beleidigt wird. Egal bei was für einem Club der Akteur unter Vertrag steht, in der türkischen Elf sind alle gleich. Ich heiße Volkans verhalten gut, da so eine psychische Belastung auch die sportliche Leistung beeinträchtigen kann. Das wäre in so einem wichtigen Spiel, wie gegen Kasachstan fatal“.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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