Bursaspor vs. Fenerbahce: Die Stimmen aus dem Atatürk-Stadion

Trotz viel Kampf und Leidenschaft hat Bursaspor mit dem 1:1 den Sieg gegen den amtierenden Meister verpasst. Während Gäste-Coach Ismail Kartal die Personalie Caner Erkin bereits für beendet erklärte, war Bursa-Coach Senol Günes nach der Partie kaum mehr zu beruhigen. Die Stimmen zum Spiel.

Beide Teams haben auf Sieg gespielt, doch vor allem in der ersten Halbzeit konnten wir dem Druck des Gegners nicht entkommen. Letztendlich nützt der Punkt weder Bursaspor, noch Fenerbahce etwas. Heute haben beide Teams verloren. Wir waren dem Sieg heute aber näher.

Ihr Journalisten macht diesen Fehler ständig. Wieso versteht ihr nicht, was ich euch sage? Volkan Demirel ist mein Schüler, ich habe ihn damals erstmals zur Nationalmannschaft geholt. Wenn man einen Spieler beleidigt, so beleidigt man auch mich. Auch ich hatte bei Zeiten mit derartigen Problemen zu kämpfen, und das bei der Nationalmannschaft. Ich habe unter der Woche lediglich gesagt, dass jeder Spieler seine Aufgaben erfüllen muss. Wieso wurde das in der Presse von euch als Beleidigung hingestellt? In erster Linie geht es hier im Menschenleben. Man kann gewinnen oder verlieren, doch wenn man einen Menschen verliert, kommt dieser nicht wieder. Mit diesen Gedanken kommen wir nicht weit. Hört auf damit. Ich bin nicht der Senol Günes, den ihr in der Presse abbildet. Ich bin seit 50 Jahren im Geschäft und wurde oftmals angegriffen, doch nie habe ich jemanden beschuldigt. Ich habe mich nie mit in den Dreck ziehen lassen.

Ihr wollt jetzt bestimmt, dass ich auch etwas zu Caner Erkin sage. Doch das mache ich nicht. Ich lasse es nicht zu, dass ihr wieder schreiben könnt, ich hätte Caner beleidigt.

Ismail Kartal, Trainer Fenerbahce

Wir haben nicht gut begonnen, das Gegentor war eine kalte Dusche für uns und hat uns zweifeln lassen. Erst später konnten wir das Gleichgewicht wiederherstellen. Beide Seiten hatten ihre Chancen und hätten gewinnen können. Insgesamt war es ein schönes Spiel, das ist erfreulich für den türkischen Fußball. Wir wollen jetzt die letzten sechs Spiele vor der Winterpause allesamt gewinnen. Der Spielplan spricht für uns, doch es gibt mit Sicherheit keine leichten Gegner mehr. Jeder kann jeden schlagen.

Caner ist ein Teil dieser Mannschaft und noch jung. Die Atmosphäre heute war angespannt, da hat er überzogen reagiert. Ich bin wie sein älterer Bruder oder sein Vater. Wir sind eine Familie, daher werden wir das auch intern regeln. Ich kenne ihn nur zu gut und bin nicht nachtragend. Mehr muss die Öffentlichkeit nicht wissen.

Caner Erkin, Mittelfeldspieler Fenerbahce

Das waren unglückliche Aktionen von mir. Ich entschuldige mich bei meinem Trainer, der Mannschaft, den Fans und dem ganzen Verein. So eine Aktion passt nicht zu mir. Natürlich zeige ich emotionale Reaktionen, doch respektlos wollte ich nie sein. Ich entschuldige mich und verspreche, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Ich bin aggressiv und möchte um jeden Preis gewinnen. Ich weiß, dass das Gegentor durch meinen Fehler entstanden ist. Daher wollte ich das Spiel mit aller Macht umbiegen. Als ich gesehen habe, dass ich raus muss, habe ich die Kontrolle verloren. Es gab ein Gespräch mit dem Trainer. Ich habe mich entschuldigt und die Sache ausgeräumt. Er kennt mich sehr gut, es wird keine Spätfolgen geben.“

Recep Bölükbasi, Präsident Bursaspor

Wir haben einen sehr schönen Fußball gezeigt. So sollten die  Jungs immer spielen, auch wenn wir mal verlieren sollten. Heute haben wir viele Chancen vergeben, auch Fenerbahce hatte Möglichkeiten, doch letztendlich haben wir die zwei Punkte verloren. Ich bin mit der Mannschaft überaus zufrieden, denn wir spielen seit dem ersten Spieltag guten Fußball.

Das Wort Landesverräter ist eine schwere Anschuldigung. Ich denke kaum, dass unsere Fans das bewusst gesungen haben. Für mich waren das harte Worte, die ich so nicht akzeptieren kann. So etwas darf nicht mehr vorkommen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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