Bundesarbeitsministerin: Migranten in Deutschland sollen bessere Jobs bekommen

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will auch für Ältere und Migranten mehr gute Jobs. Unterstützt werden sollen diese mit längerfristig wirksamen Hilfen. In den Fokus gerückt wird das Thema auch auf dem anstehenden Integrationsgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Montag.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die gute Arbeitsmarktlage mit längerfristig wirksamen Hilfen für benachteiligte Gruppen unterstützen. Ziel sei, «dass wir diese hohe Beschäftigung weiter verstetigen und halten», sagte sie am Donnerstag in Berlin. So ziele eine Initiative zur Fachkräftesicherung vor allem auf Frauen, Ältere und Migranten.

Vielen jungen Menschen müsse außerdem besser beim Übergang von der Schule in die Ausbildung geholfen werden. Dazu komme Anfang des neuen Jahres eine Berufseinstiegsbegleitung. 115 000 junge Menschen würden davon im kommenden Jahr profitieren. Der am Montag anstehende Integrationsgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) befasse sich zentral mit den Chancen von Migranten auf dem Arbeitsmarkt.

Ein erstes Treffen der Initiative gegen den Fachkräftemangel fand erst vor wenigen Tagen statt (mehr hier). «Die Qualifikation und die Mobilisierung einer zunehmend bunteren Fachkräftebasis erfordert Veränderungen in den Köpfen und in der betrieblichen Praxis und muss mit dem Einsatz der Arbeitgeber und dem Mittun der Beschäftigten einhergehen», so die Politikerin auf ihrer Internetseite. «Die Partnerschaft für Fachkräfte in Deutschland soll eine Runde sein, die einmal im Jahr bespricht, wie sich die Lage verändert», sagte Nahles. Zum nächsten Treffen soll es im späten Frühjahr 2015 kommen, so die dpa.

«Wir wollen die Trommel rühren für die Fachkräftesicherung in unserem Land», sagte Nahles. Zur Willkommenskultur für Migranten gehöre auch die Erweiterung der Sprachförderung. Nach Deutschland kämen immer mehr Menschen, die Sprachkurse bräuchten, sagte die Ministerin: «Darauf haben wir im Haushalt noch nicht reagiert. Wir sind jetzt gemeinsam auf dem Weg, noch mehr möglich zu machen, als das bisher geplant ist.»

Eine Studie hat jetzt ein hartnäckig sitzendes Vorurteil innerhalb der deutschen Bevölkerung widerlegt. Zwei Drittel der Deutschen glauben, dass Ausländer die hiesigen Sozialkassen belasten. Aber: Das Gegenteil ist der Fall. Umgerechnet zahlt jeder Ausländer pro Jahr und im Schnitt 3300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben als er an staatlichen Transferleistungen zurückerhält (mehr hier).

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