Drei Tote bei Zusammenstößen zwischen Kurden im Südosten der Türkei

Bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden kurdischen Gruppen in der südosttürkischen Stadt Cizre sind drei Menschen getötet worden. Ein Verletzter sei am Samstagabend im Krankenhaus verstorben, zwei weitere seien zuvor vor Ort getötet worden. Drei weitere Personen seien verletzt worden.

Anhänger einer der Terrororganisation PKK nahestehenden Jugendorganisation und kurdische Islamisten waren in der Nacht zu Samstag aneinandergeraten. Der Streit endete in einer Schießerei. Der Grund für die Auseinandersetzungen blieb zunächst unklar. Das berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Gouverneursbüro der Provinz Sirnak.

Die Spannungen zwischen den rivalisierenden kurdischen Gruppen waren zuletzt Anfang Oktober eskaliert. PKK-Anhänger demonstrierten damals für den Schutz der kurdisch-syrischen Stadt Kobane. Sie warfen der Türkei vor, dem drohenden Fall Kobanes an die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) tatenlos zuzusehen. Mehr als 40 Menschen kamen nach Angaben von Menschenrechtlern bei den Zusammenstößen im Oktober ums Leben.

Premier Ahmet Davutoğlu bezeichnete die Zusammenstöße am Sonntag als „Provokationen, die sich nicht nur gegen den Staat richten, sondern auch darauf abzielen, Unruhe zwischen verschiedenen politischen Gruppen zu schüren“, so die türkische Zeitung Hürriyet. Er mahnte die Bürger an, Ruhe zu bewahren und kündigte an: „Wir werden diejenigen, die die Auseinandersetzungen und Unruhen außerhalb der Türkei in unser Land bringen wollen, vor allem in den Grenzprovinzen, nicht dulden.“

Mehr zum Thema:

PKK in Angst: Kehrt die kurdische „Hisbollah“ zurück?
30 Jahre Unruhen: Terrorismus kostet die Türkei 300 Milliarden Dollar
PKK-Terror: Warum der Schutz Europas im Nordirak beginnt

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.