Türkischer Präsident Erdoğan: Frieden mit Kurden ist größtes Projekt der Türkei

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will am Friedensprozess mit der Terrororganisation PKK festhalten. Er bezeichnete die Aussöhnung mit den Kurden in seiner Neujahrsansprache am Mittwoch als «größtes gesellschaftliches Projekt der Türkei».

«Mit Geduld und Entschlossenheit werden wir unseren Weg fortführen, um unser Land und unsere Nation mit diesem großen Friedensprojekt zusammenzubringen», sagte Erdoğan laut der im Internet veröffentlichten Ansprache. Die Türkei werde vor allem im Bezug auf den Friedensprozess keiner Drohung oder Erpressung nachgeben.

Nach tödlichen Protesten im Oktober hatte der inhaftierte PKK-Chef, Abdullah Öcalan, vor einem Ende des Friedensprozesses gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt kam es bei Demonstrationen im Südosten der Türkei zum Schutz der syrisch-kurdischen Stadt Kobane zu schweren Ausschreitungen. Mindestens 40 Menschen kamen dabei ums Leben (mehr hier).

Die Kurden warfen der türkischen Regierung vor, der drohenden Eroberung Kobanes durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) tatenlos zuzusehen. Erdoğan beschuldigte die Demonstranten, den Friedensprozess mit der kurdischen Minderheit im eigenen Land sabotieren zu wollen. Die PKK hatte zuletzt im März vergangenen Jahres einen Waffenstillstand im Kampf gegen die Regierung ausgerufen (mehr hier).

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