Stürmisches Winterwetter: Deutsche Fußballclubs zieht es wieder in die Türkei

Deutsche Profi- und Amateurvereine halten ihre Trainingslager erneut in Belek ab. Sie konkurrieren um die Trainingsplätze. Und fliehen vor Model-Wettbewerben.

Es ist wieder soweit: Der deutsche Fußball flieht vor dem stürmischen Winterwetter an die türkische Rivieraküste. In Belek, ca. 30 Kilometer östlich von Antalya, macht der Massentourismus gerade Pause. Stattdessen laufen sich auf den heimischen Fußballplätzen im Januar sechs Bundesligisten warm: Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach, FC Augsburg, Hannover 96, SC Paderborn und der Hertha BSC.

In den 90er Jahren trainierten deutsche Fußballer in Belek noch auf zwei Fußballplätzen. Heute gibt es hier 80 Fußballfelder. Und um die streiten sich alle. Die Mannschaften bevorzugen Hotels, die sie vom Trainingsplatz aus zu Fuß erreichen können.

Die Fußläufigkeit hat natürlich ihren Preis. Die 5-Sterne Herberge Calista Luxury Resort ist solch eine kostspielige Fußballerunterkunft mit angeschlossenem Trainingsfeld: Als „eine absolute Profi-Destination, die keine Wünsche übrig lässt“, beschreibt Marcus Häusler, ein FIFA Match Agent, das Hotel. Das hoteleigene Trainingsgelände besteht aus zwei Naturrasenplätzen mit den FIFA-Standartmaßen. Zwei getrennte Umkleideräumen mit jeweils acht Duschen kommen noch dazu. Das Luxushotel liegt an einem eigenen Strandabschnitt, beheizte In- und Outdoorpools sind inklusive. Der SV Werder Bremen und der Fußball-Drittligist MSV Duisburg waren bereits Gäste hier: Klagen hat man bisher keine gehört.

Der MSV Duisburg hatte im Dezember bekannt gegeben, das Quartier für das Trainingslager in der Türkei umgebucht zu haben. Der Grund: Im ursprünglich gebuchten Hotel in Antalya-Lara würde zeitgleich ein russischer Model-Wettbewerb mit 400 Teilnehmerinnen stattfinden. „Wir wollen uns ja in aller Ruhe auf die Frühjahrsserie vorbereiten können“, liest man auf der offiziellen Webseite des Vereins.

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