„Charlie Hebdo“ in der Türkei: Mohammed-Karikatur trotz Gerichtsverbot weiter im Internet

Trotz eines gerichtlichen Verbots ist das neue «Charlie Hebdo»-Titelbild mit einer Mohammed-Karikatur in der Türkei auch in der Nacht zu Donnerstag im Internet abrufbar gewesen. Schon vor dem Gerichtsbeschluss hatte die linksnationalistische Zeitung «Cumhuriyet» am Mittwochmorgen in ihrer Druckausgabe eine vierseitige «Charlie Hebdo»-Beilage verbreitet.

Über das unabhängige Internetportal T24 waren weiterhin die kompletten 16 Seiten der neuen Ausgabe von «Charlie Hebdo» in türkischer Übersetzung auch für Nutzer aus der Türkei zugänglich. Ein Gericht in Diyarbakir im Südosten des mehrheitlich muslimischen Landes hatte am Mittwochnachmittag die Sperre von Internetseiten angeordnet, die die Mohammed-Karikatur veröffentlichen.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, das Gericht habe sich bei seinem Beschluss auf vier Internetseiten bezogen, darunter auch T24. Die Karikatur zeigt einen weinenden Propheten Mohammed, der ein Schild mit der Aufschrift «Je suis Charlie» hält.

Schon vor dem Gerichtsbeschluss hatte die linksnationalistische Zeitung «Cumhuriyet» am Mittwochmorgen in ihrer Druckausgabe eine vierseitige «Charlie Hebdo»-Beilage verbreitet. Das in der Türkei wegen der Mohammmed-Karikatur besonders umstrittene Titelbild des Satiremagazins wurde allerdings nicht in der Beilage, sondern nur verkleinert auf zwei anderen Seiten in der Zeitung abgedruckt.

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