Wie Fenerbahce die Nummer 1 bleiben soll

Die Vorstandsriege um Präsident Aziz Yildirim reiste nach Kütahya, um neue Mitglieder zu generieren. Yildirim zeigte sich von seiner ruhigeren Seite, verliert aber nicht die Ziele des Klubs. Was die Kampagne "1 Million Mitglieder" für den gesamten Verein bedeutet und auf welcher Position Transfers gewünscht sind.

Er sei der Alleinherrscher der Vereins, mische sich in die Trainerarbeit ein, diktiere die Aufstellungen und würde jeden entlassen, dessen Verhalten nicht mit seinen Vorstellungen übereinstimme.

Dennoch ist Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim ein Macher, ein Visionär. Regelmäßig ruft er verschiedene Projekte und Kampagnen ins Leben, um Fenerbahce national als Vorreiter zu konsolidieren. Yildirim reiste heute mit mehreren Vorstandsmitgliedern nach Kütahya, um für die aktuelle Kampagne „1 Millionen Mitglieder“ zu werben. „Für Fenerbahce ist die Mitgliederzahl sehr wichtig. Wir sind keine politische Bewegung, wir sind eine zivile Gruppierung und sehen uns in der Verantwortung, dabei zu helfen, die Probleme unseres Landes zu lösen“, sprach der Bauunternehmer zu Beginn seiner Rede in der für ihr Porzellan berühmten Stadt. Der Verein sei letztlich aber ein Sportklub, worauf der Fokus immer liegen werde. „Wir sind der größte Verein der Türkei. Wir arbeiten hart daran, um sowohl im Amateur- als auch im Profibereich unseren Beitrag für die Nation zu leisten. Und darum geht es in unserer Kampagne: Wir wollen Fenerbahce noch größer machen!“ Mittelfristig sei es das Ziel der „Kanarienvögel“, 200 Filialen im In- und im Ausland zu haben.

Yildirim will gegen Hindernisse kämpfen

Wiederholt betont Yildirim, dass der Verein die Verpflichtungen gegenüber dem Staat jederzeit erfülle – so auch in Kütahya: „Wir respektieren den Staat, wir bezahlen unsere Steuern und Versicherungen vollständig und erfüllen unsere gesellschaftlichen Pflichten in hohem Maße.“ Dennoch würden die Bemühungen Fenerbahces in allen Bereichen von unnötigen Einschränkungen „erstickt“. „Ab sofort arbeiten wir aktiv gegen diese Repressionen, mit dem der türkische Fussball zu kämpfen hat. Unabhängig, ob das die sich ständig ändernden Verbandsregeln oder das Passolig-System betreffen.“ Mit einer hohen Mitgliederanzahl im Rücken sei man vor weiteren Überraschungen und Hindernissen gefeit.

Erneute Rückendeckung für Kartal

Was die sportlichen Ambitionen des amtierenden (Herbst-)Meisters angehen, hat der 62-Jährige eine diplomatische, aber doch klare Haltung: „Die Rückrunde wird heikel und noch schwerer, doch wir vertrauen unserem gesamten Trainerstab und jedem einzelnen Akteur unserer Mannschaft.“ Er stärkt Cheftrainer Ismail Kartal öffentlich den Rücken, wenn er sagt: „Als wir Ismail Kartal holten, schien es so, dass die Anhänger enttäuscht wirkten. Viele zweifelten an seinen Fähigkeiten. Doch man möge mir glauben: Ismail wird erfolgreich! Unser aller Wunsch ist die Meisterschaft, doch wir haben starke Konkurrenten. Hoffentlich schaffen wir das.“

Fenerbahce will Stürmer verpflichten!

Fenerbahce höre nicht auf die Forderungen von vermeintlichen Experten, die laut nach Transfers rufen würden. „Wir arbeiten nur an einem Stürmertransfer. Auch wenn es nicht klappen sollte, werden wir nicht meckern. Weil wir auf unser Budget achten.“ Die Zeiten, in denen der Verein in jeder Transferperiode Millionensummen für Akteure in die Hand nehme, seien vorbei: „Wir möchten ein ausgeglichenes Budget.“ Für viel Jubel sorgte Yildirim, als er den Zuhörern ein Versprechen gab: „Wir glauben an die Meisterschaft und ich verspreche, dass wir einen Tag nach der gewonnenen Meisterschaft wieder nach Kütahya kommen.“ Aziz Yildirim als Rhetoriker – ein Macher eben.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

Mehr zum Thema:

Besiktas wandert aus
Trabzonspor: Attacke auf dem Transfermarkt
Enes Ünal im Fokus des FC Bayern

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.