Islamisten begehen Anschlag auf türkische Delegation in Somalia

Kurz vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Somalia ist es zu einem Anschlag auf eine türkische Delegation gekommen. Bei dem Anschlag kamen mindestens drei Polizisten ums Leben. Von der türkischen Delegation ist niemand verletzt worden.

 

Kurz vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Somalia haben Islamisten einen Anschlag auf das Hotel der Delegation aus Ankara verübt. Dabei seien mindestens drei Polizisten ums Leben gekommen, sagte ein Behördensprecher, der anonym bleiben wollte, der Deutschen Presse-Agentur. Von der Delegation sei niemand verletzt worden, bestätigte das Außenministerium in Ankara.

Die türkische Gruppe wollte offenbar zusammen mit somalischen Sicherheitskräften Erdoğans Reise vorbereiten. Der Präsident wird am Freitag in Mogadischu erwartet und hält sich derzeit in Äthiopien auf.

Zahlreiche weitere Sicherheitsbeamte seien verletzt worden, als die Autobombe vor dem SYL Hotel ganz in der Nähe des Präsidentenpalastes explodierte, hieß es weiter. Ob die Attentäter ebenfalls ums Leben kamen, war zunächst unklar.

Zu dem Anschlag bekannte sich die islamistische Miliz Al-Shabaab, die seit Jahren immer wieder schwere Anschläge in dem Land verübt. Die Webseite «somalimemo.net» zitierte Al-Shabaab-Sprecher Sheikh Abdiasiz Abu Muscab mit den Worten, Ziel des Anschlags sei die türkische Delegation gewesen. Die Hintergründe ließ er aber zunächst offen.

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