Mahnung zum Abschied: Buschkowsky appelliert zur Integration

Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky verabschiedet sich mit einem Appell zur Integration aus seinem Amt. Er appelliert für Meinungsfreiheit und Toleranz. Neuankömmlinge müssten das Gefüge der westlichen Demokratien akzeptieren.

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, hat sich mit einem Appell zur Integration von seinem Amt verabschiedet. «Integration ist harte Arbeit für alle Beteiligten», erklärte der SPD-Politiker am Mittwoch, wie die dpa berichtet. Das sei stets sein Credo gewesen. Er empfinde das «aggressive Vordringen» religiöser Riten und Dogmen in den Alltag als unangemessen. «Die Majorisierung der Allgemeinheit durch kleine Minderheiten ist eine Fehlentwicklung. Religionsfreiheit ist für mich unantastbar, aber auch die Privatsache jedes Einzelnen.»

Der 66-Jährige hatte am Dienstag aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt zum 1. April angekündigt.

Buschkowsky sagte weiter: «Wer in der neuen Heimat sein eigenes Ding machen will, der ist hier verkehrt. Wem das Gefüge westlicher

Demokratien mit der Freiheit des Einzelnen, der Meinungsfreiheit, der Toleranz anderen Lebenswelten gegenüber und der Gewaltenteilung zu sündig oder zu unakzeptabel haltlos erscheint, der muss schauen, wo er ein Land findet, das mit seiner Philosophie kompatibel ist.»

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