Opfer eines Islamhassers? Drei junge Muslime in den USA erschossen

In der US-amerikanischen Universitätsstadt Chapel Hill wurden am Dienstag drei Studenten auf offener Straße erschossen. Die jungen Muslime waren zwischen 19 und 23 Jahre alt und wurden mit Kopfschüssen niedergestreckt. Welches Motiv der Täter tatsächlich hatte, ist allerdings noch unklar.

Das Drama spielte sich nahe der Universität von North Carolina ab. Bei den Opfern handelt es sich um den erst 23-jährigen Deah Shaddy Barakat, seine 21-jährige Ehefrau Yusor Mohammad Abu-Salha sowie deren Schwester Razan, gerade 19 Jahre jung. Das Entsetzen an der Alma Mater von Basketball-Legende Michael Jordan ist riesig. Die sozialen Netzwerke sprudeln über.

Der Mord an den drei jungen Leuten hat sich am späten Dienstagnachmittag ereignet. Wie der Independent berichtet, sei die Polizei gegen 17.11 Uhr zu einer Wohnanlage gerufen worden, die vor allem von Studenten und jungen Absolventen genutzt werde. Am Tatort fanden die Beamten die Drei erschossen vor. Niedergestreckt mit Kopfschüssen.

Mittlerweile hat die Polizei eine Person festgenommen. Der 46-jährige Craig Stephen Hicks soll sich noch in der Nacht selbst gestellt haben, so das Blatt weiter. Auf Facebook beschreibt sich Hicks selbst als Atheist. Regelmäßig postete er Beiträge, in denen er sämtliche Religionen verurteilte.

Barakat habe Zahnmedizin studiert und in seiner Freizeit Geld für syrische Flüchtlinge gesammelt, so das Blatt News and Observer. Eigentlich wollte er im Sommer mit zehn weiteren Zahnärzten ins türkische Reyhanli reisen, um dort Flüchtlinge zu behandeln. Nicht nur in der Wohnanlage der Drei ist das Entsetzen im Augenblick groß. Bislang galt die Gegend als friedlich. In die Schlagzeilen geriet man nur ob sportlicher Erfolge.

Im Sekundentakt strömen derzeit auch auf Twitter Beiträge mit den Hashtags #ChapelHillShooting und #MuslimLivesMatter herein. Die User spekulieren, ob es sich möglicherweise um ein Hassverbrechen gehandelt haben könnte. Sie fragen sich, ob die drei jungen Leute tatsächlich wegen ihrer Religion sterben mussten. Andere verglichen die Tat mit den Ereignissen in Frankreich und der Attacke auf das Satiremagazin Charlie Hebdo.

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