Arbeiten in Deutschland: Gut 25.000 Migranten bekamen bisher ihren Berufsabschluss anerkannt

Mehr als 25.000 in Deutschland lebende Migranten haben seit Einführung eines entsprechenden Gesetzes ihren im Ausland erworbenen Berufsabschluss anerkannt bekommen. Das teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion mit.

Von insgesamt 26.500 Anträgen wurden demnach 96 Prozent positiv beschieden, wie die «Rheinischen Post» berichtet. In den überwiegenden Fällen ging es um die Anerkennung von Abschlüssen in medizinischen und pflegerischen Berufen.

Die Zahlen zeigten, dass «ein großes Interesse an einer Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen» bestehe, zitiert das Blatt aus der Antwort der Bundesregierung.

Seit April 2012 gibt es für Einwanderer einen Rechtsanspruch auf Klärung, ob und inwieweit ihr ausländischer Berufsabschluss einer Ausbildung in Deutschland entspricht. Nach früheren Angaben war die Bundesregierung davon ausgegangen, dass bis zu 300.000 Menschen von dem Gesetz profitieren könnten, so die dpa.

Entsprechend kommentiert auch das Blatt: «Viele Zugewanderte arbeiten jedoch auch weiterhin in Berufen, die nicht ihrer höheren Qualifikation entsprechen. Bei einem Fachkräftebedarf von jährlich über 100 000 ist die Anerkennung von Qualifikationen in 26 500 Fällen zudem ein eher mageres Ergebnis.»

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