Spion im Kinderzimmer: Barbie hört Gespräche mit

Eine neue Barbie soll via Internet mit ihrem Besitzer sprechen. Dazu zeichnet sie die Fragen von Kindern auf und sendet sie an Mattel. Mittels Spracherkennung soll so eine passende Antwort zurück an die Puppe gesendet werden.

Der Spielzeug-Hersteller Mattel hat eine smarte Barbie vorgestellt. Die Puppe ist durch einen W-Lan-Zugang mit dem Internet verbunden und soll so zum „Smart Toy“ werden. Allerdings lernt die Puppe durch diese technologische Intelligenz nicht nur zu sprechen, sondern auch zu spionieren: Ein eingebautes Mikrofon hört Gespräche im Kinderzimmer mit, schickt sie via Internet an Mattel, wo dann eine Stimmerkennungssoftware die entsprechende Antwort generiert und an die Puppe zurückschickt. So können Kinder mit der Barbie sprechen.

Erst kürzlich war Samsung durch einen Hinweis aufgefallen, der Benutzer von Smart-TVs davor warnt, vertrauliche Gespräche vor dem Fernseher zu führen, da dies aufgezeichnet und übertragen werden. Das dazugehörige Stimmerkennungs-Programm funktioniert ähnlich wie bei dem Spielzeug. Bei Mattels Technologie-Anbieter ToyTalk gibt es auch einen ähnlichen Warnhinweis.

Für Werbezwecke werde das aufgezeichnete Material jedoch nicht genutzt, versichert der Hersteller gegenüber dem Technologie-Magazin Register. Allerdings könnten Eltern künftig bei Bedarf etwa eine wöchentliche E-Mail Zusammenfassung der Gespräche ihrer Kinder mit der Puppe haben.

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