Terrorgefahr in Istanbul: Polizei nimmt Verdächtigen vor US-Konsulat fest

Erneuter Terroralarm in Istanbul: Die türkische Polizei hat nach einem Bombenalarm am Freitag einen Verdächtigen vor dem US-Konsulat der Stadt festgenommen. Die Umgebung wurde abgeriegelt.

Die Nachrichtenagentur DHA meldete, der Mann habe am Freitag damit gedroht, einen Sprengsatz zu zünden. Er sei daraufhin von Sondereinsatzkräften festgenommen worden. Der Verdächtige sei möglicherweise psychisch krank. Die Zeitung «Hürriyet» berichtete, die Polizei habe die Umgebung abgeriegelt. Verletzt wurde offenbar niemand. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt.

2013 hatte ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara verübt. Der Angreifer riss einen türkischen Wachmann mit in den Tod. Eine marxistische Gruppe bekannte sich zu der Tat.

Erst im Januar gab es in der Bosporusmetropole mehrere Sprengsatzfunde (mehr hier). Bei einem Selbstmordattentat Anfang des Jahres riss eine Frau einen Polizisten mit in den Tod (mehr hier). Am Neujahrstag war ein Anschlag auf den Dolmabahce-Palast in Istanbul gescheitert. Der Angreifer wurde festgenommen. Er hatte zwei Handgranaten auf die Wachposten vor dem Palast geworfen, die nicht detonierten. Der Palast gehört ebenfalls zu den beliebtesten Urlauberzielen in Istanbul, außerdem unterhält Ministerpräsident Ahmet Davutoglu dort ein Büro.

In der Türkei herrscht seit längerem Sorge vor möglichen Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), deren Territorium sich inzwischen bis zur syrisch-türkischen Grenze erstreckt. Die Terrororganisation PKK hatte in den vergangenen Monaten ebenfalls mit einem Ende des Waffenstillstands gedroht.

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