Bundesregierung bemüht sich um Saudi-Blogger: „Uns ist das Schicksal von Herrn Badawi nicht gleichgültig“

Das Schicksal des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi treibt die Bundesregierung hinter den Kulissen weiter an. Der junge Mann war zu 1000 Stockschlägen verurteilt worden, weil er den Islam beleidigt haben soll. Seine Frau fürchtet mittlerweile um sein Leben.

Die Bundesregierung setzt sich hinter den Kulissen weiter für den zu 1000 Stockschlägen verurteilten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi ein. «Wir werden das, was in unserer Macht steht, tun, um darauf hinzuwirken, dass dort eine gute Lösung gefunden wird», sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Montag in Berlin. «Uns ist das Schicksal von Herrn Badawi nicht gleichgültig.»

Badawis Ehefrau Ensaf Haidar befürchtet, dass ihrem Mann die Todesstrafe drohen könnte, wenn es zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens kommen sollte, so die dpa. Sie bat nun auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) um Hilfe, eine Freilassung und Ausreise ihres Mannes zu ermöglichen. Gabriel reist an diesem Samstag zu Gesprächen nach Riad.

Badawi war im Mai 2014 zu zehn Jahren Haft, den Stockschlägen und einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er in einem Internetforum den Islam beleidigt haben soll. Die ersten 50 Hiebe erhielt er im Januar. Seitdem wurde die Vollstreckung der Strafe ausgesetzt, offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Der Fall löste weltweit scharfe Kritik an dem islamisch-konservativen Königreich aus.

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