Viele offene Fragen: Statistisches Bundesamt wüsste gerne mehr über Migranten

Ab welcher Generation sprechen Zuwanderer in der Familie Deutsch? Wann löst sich die Verbindung zum einstigen Heimatland? Das Statistische Bundesamt weiß derzeit noch nicht allzu viel über Migranten hierzulande. Ändern würde die Behörde das gerne. Doch was zum Beispiel im Mikrozensus abgefragt wird, entscheidet die Politik.

Das Statistische Bundesamt würde gerne mehr Daten über Menschen mit ausländischen Wurzeln erheben. Viele Fragen seien derzeit unbeantwortet, sagte der Präsident der Wiesbadener Bundesbehörde, Roderich Egeler, der «Welt» (Dienstag).

Es gehe etwa darum, ab welcher Generation in Zuwandererfamilien zu Hause Deutsch gesprochen werde und wann sich die Bindung zum einstigen Heimatland auflöse. Dies könne über spezielle Fragen im jährlichen Mikrozensus ermittelt werden, der repräsentative Daten von 380 000 Haushalten erfasst.

Auch über das gesellschaftliche Engagement von Migranten in Sportvereinen oder im sozialen Bereich hätte Egeler gerne mehr Informationen, so die dpa. Je mehr Wissen die Gesellschaft über die immer wichtiger werdende Gruppe der Einwanderer habe, desto besser könne die Politik ihr Handeln ableiten. Letztlich entscheide aber die Politik, was im Mikrozensus gefragt werde. Das Bundesamt könne nur Vorschläge machen, sagte dessen Präsident.

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