Stuttgarter Terrorprozess: Angeklagter soll fünf Jahre ins Gefängnis

Im Stuttgarter Terrorprozess hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren für den Hauptangeklagten Ismail I. gefordert. Aus Sicht der Anklagebehörde hatte der junge Libanese den festen Willen, am bewaffneten Dschihad in Syrien teilzunehmen. Um humanitäre Hilfe sei es hier nicht gegangen.

«Es ging dem Angeklagten nie um humanitäre Hilfe», sagte der Vertreter der Bundesanwaltschaft, Malte Merz, am Mittwoch.

Ismail I. hatte vor Gericht eingeräumt, Ende 2013 in Syrien sechs Wochen in einem Trainingslager und auf einer Militärbasis verbracht zu haben – laut eigenen Angaben unfreiwillig. Er habe humanitäre Hilfe leisten wollen, berichtet die dpa.

Laut Anklage soll er nach seiner Rückkehr nach Deutschland Ausrüstung für den Kampf in Syrien gekauft haben. Auf dem Weg zurück waren der Angeklagte, sein älterer Bruder und ein Freund an einer Autobahnraststätte festgenommen worden. Für die beiden Mitangeklagten beantragte die Anklage drei beziehungsweise dreieinhalb Jahre Haft.

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