Erdoğans Kampf gegen den Terror: Türkei wies mehr als 1100 westliche Dschihadisten aus

Die Türkei geht nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdoğan nach Kräften gegen ausländische Extremisten vor, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien anschließen wollen. Mangelhaft sei bislang jedoch die Kooperation mit ausländischen Geheimdiensten. Diese würden die Türkei zu spät benachrichtigen.

1170 Ausländer seien bislang ausgewiesen worden, sagte Erdoğan nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu in Istanbul. Zudem sei gegen 12.520 Menschen ein Einreiseverbot in die Türkei verhängt worden.

Westliche Staaten haben der Regierung in Ankara wiederholt vorgeworfen, sie unternehme zu wenig gegen Dschihadisten, die die Türkei als Transitland nutzen, so die dpa.

Erdoğan kritisierte, westliche Staaten würden die türkischen Behörden nicht ausreichend darüber informieren, wenn westliche Dschihadisten in die Türkei ausreisten. «Wenn wir nicht benachrichtigt werden, kann niemand aufstehen und die Türkei zur Rechenschaft ziehen.»

Die Türkei weist regelmäßig Vorwürfe zurück, sie hindere Dschihadisten nicht an der Durchreise. Auf der Liste der Personen mit Einreiseverbot sollen nach Informationen aus westlichen Sicherheitskreisen allerdings auch zahlreiche Kurden mit Verbindungen zu der verbotenen Arbeiterpartei PKK stehen, die auch gegen den IS kämpft.

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