Türkische Armee auf der Suche nach PKK-Verstecken

Nach dem Friedensappell des PKK-Chefs Abdullah Öcalan will die türkische Armee nun die Schlupflöcher der verbotenen Organisation ausheben. Die Aktion in der südosttürkischen Provinz Mardin habe zum Ziel, Verstecke und Lager aufzuspüren und zu zerstören, teilten die Streitkräfte am Dienstag auf ihrer Internetseite mit. Weitere Details nannte die Armee nicht.

Öcalan hatte die PKK am Samstag zu Frieden mit der türkischen Regierung aufgerufen. Er forderte seine Anhänger außerdem dazu auf, die Niederlegung der Waffen zu beschließen. Dies könne jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen geschehen. Unter anderem fordern die Kurden mehr regionale Selbstbestimmung.

Die türkische Regierung begrüßte Öcalans Erklärung, so die dpa. Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, der den Friedensprozess mit den Kurden entscheidend geprägt hat, äußerte sich jedoch kritisch. Zunächst müsse die PKK ihre Ankündigung umsetzen, sagte Erdoğan.

Der Konflikt zwischen PKK und der türkischen Regierung dauert seit über 30 Jahren an. Dabei kamen mehr als 40 000 Menschen ums Leben. Beiden Seiten bemühen sich um einen Friedensprozess, der jedoch immer wieder ins Stocken gerät. Die PKK gilt in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation.

Hier geht es zur Erklärung der türkischen Streitkräfte.

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