Bilanz 2014: Türken geben 13,3 Milliarden Dollar für Telekommunikation aus

Die Türken haben im vergangenen Jahr mehr als 35,5 Milliarden Türkische Lira, umgerechnet rund 13,3 Milliarden US-Dollar, für Telekommunikation ausgegeben. 2013 waren es mit 32,2 Milliarden Lire, also gut 12,2 Milliarden US-Dollar, deutlich weniger. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICTA) hervor. Über 80 Prozent der Summe floss an die vier größten Telekommunikationsunternehmen des Landes.

Der Umsatz der vier führenden türkischen Telekommunikationsunternehmen (Festnetz-Anbieter Türk Telekom und Mobilfunknetz-Anbieter Turkcell, Vodafone und Avea) stieg um 8,6 Prozent pro Jahr. Mittlerweile liegt die Mobilfunk-Penetrationsrate bei 93,8 Prozent. Und die lokale Produktion wächst.

Konkret stieg der Umsatz der vier Riesen von 25,9 Milliarden Lire im Jahr 2013 auf 28,1 Milliarden Lire, umgerechnet 10,1 Milliarden US-Dollar, im Jahr 2014. Der Nettoerlös belief sich7,4 Milliarden Lire, um die 2,9 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das berichtet die türkische Zeitung Hürryiet. Im gleichen Zeitraum hätten diese Unternehmen überdies mehr als 4,1 Milliarden Lire, umgerechnet etwa 1,6 Milliarden US-Dollar, investiert. Dies enstpräche einem Plus von neun Prozent gegenüber 2013.

Dem Bericht zufolge sei die Zahl der Mobilfunkkunden in der Türkei auf fast 72 Millionen im Jahr 2014 von einst 69,6 Millionen im Jahr 2013 gestiegen. Aktuell gebe es mehr als 57 Millionen 3G-Teilnehmer. Insgesamt erreichte die Mobilfunk-Penetrationsrate im Jahr 2014 bei 93,8 Prozent.

Insgesamt seien die Einfuhren von Mobiltelefonen in die Türkei im vergangenen Jahrum 0,57 Prozent zurückgegangen, vor allem aus China, Vietnam, Südkorea und Taiwan. Die Türkei importierte im Jahr 2014 ganze 14,6 Millionen mobile Geräte. Zum Vergleich. im Jahr 2013 waren es noch 15,8 Millionen mobile Geräte. Im Jahr 2012 hatte das Land hingegen 13,2 Millionen Handys importiert. Auf der anderen Seite sei die lokale Produktion im Vorjahr um 208 Prozent nach oben geklettert. Sie stieg auf fast 1,1 Millionen mobile Geräte von einst 346,746 Erzeugnissen im Jahr 2013.

Die lokalen türkischen Produzenten verlangen von der Regierung, Einfuhrtarife auf ausländische Geräte zu verhängen, um die hiesige Produktion weiter anzukurbeln, so das Blatt weiter. Schon jetzt gebe es strenge Kontrollen, wenn Personen Handys importieren möchten. Die Hälfte der importierten Handys sind Smartphones. Die Kosten für diese Importe wurde für das Jahr 2013 auf rund zehn Milliarden Lire, 3,8 Milliarden US-Dollar, geschätzt. Experten schätzen, dass die zunehmenden Handy-Importe, die der steigenden Nachfrage nach Smartphones geschuldet sei, auch gut fünf Milliarden Dollar zum Leistungsbilanzdefizit der Türkei im Jahr 2013 beigetragen habe. Im vergangenen Jahr brachten türkische und ausländische Besucher 612,913 Handys in die Türkei, gegenüber 1,08 Millionen im Jahr 2013. Besucher, einschließlich türkischer Bürger, die andere Ländern besuchen, seien berechtigt, im Laufe von zwei Kalenderjahren ein Handy in die Türkei mitzubringen, so das Blatt abschließend.

Mehr zum Thema:

Vom Telekommunikationskonzern bis zum Stromversorger: Deutsche Unternehmen entdecken türkische Kunden für sich
Mobilfunk ohne Anbieter: Mexikos Bürger bauen eigene Funkmasten
Attraktiver Markt: Kommunikationssektor wächst in der Türkei am schnellsten

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.