Ex-Bundesligaprofi Kadlec über Bus-Angriff: Das war eine „geplante Operation“

Der ehemalige Bundesliga-Profi Michal Kadlec hat die Schüsse auf den Mannschaftsbus des türkischen Fußball-Erstligisten Fenerbahce Istanbul als «eine geplante Operation» bezeichnet. Es sei ein Wunder, dass die Sache so ausgegangen sei. Unterdessen gab es am Dienstag erste Festnahmen.

«Da wusste jemand, dass wir über eine Brücke fahren müssen», sagte der Ex-Spieler von Bayer 04 Leverkusen der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Dann wurde auf uns geschossen. Ein Wunder, dass die Sache so ausgegangen ist.»

Bei dem Angriff nach dem 5:1-Auswärtssieg am Samstag gegen Caykur Rizespor hatten Unbekannte den Bus auf dem Weg zum Flughafen in der nordtürkischen Schwarzmeerstadt Trabzon beschossen, so die dpa. Der Busfahrer wurde Medienberichten zufolge am Kopf verletzt.

«Ich habe gehört, dass es ihm bessergehen soll und er sprechen würde», sagte Kadlec, der 2013 von Leverkusen zu Fenerbahce gewechselt war. Laut «Bild» saß der 30-Jährige in der sechsten Reihe, als der Bus beschossen wurde. «Für die Leute vorne war es der blanke Horror», meinte Kadlec.

Der Verein hatte zuvor schon von einem «organisierten und geplanten bewaffneten Angriff» gesprochen. Nachdem die erste Liga am Sonntag fortgesetzt worden war, sagte die türkische Fußball-Liga den kommenden Spieltag ab. «Wir werden nicht Fußball spielen, bis die Täter gefunden sind», hatte Fenerbahces Vize-Präsident Deniz Tolga Aytore betont (mehr hier).

Wie mittlerweile bekannt wurde, konnte die Polizei dem Gouverneur vonn Trabzon zufolge am Dienstagmorgen zwei Verdächtige festnehmen, so die türkische Zeitung Hürryiet. Nach Angaben von Abdil Celil Öz seien die beiden in Sürmene gefasst worden. Demnach habe einer der beiden den Bus observiert und dem anderen Bescheid gegeben, als sich das Fahrzeug in der Nähe von Sürmene befunden habe. Dieser habe schließlich in Araklı mit einer Automatik-Waffe das Feuer eröffnet. Von dem Duo gäbe es Kameraaufnahmen. Überdies soll die Attacke auch mit einem Handy aufgezeichnet worden sein.

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