Polizei nimmt mutmaßliche Attentäter fest

Bewegung im Kriminalfall um den Anschlag auf den Fenerbahce-Bus! Die türkische Polizei hat zwei Verdächtige verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Dazu zählen der mutmaßliche Schütze und sein möglicher Komplize.

Fahnungserfolg für die türkischen Behörden! Die Polizei hat zwei Hauptverdächtige, im Fall um den versuchten Mordanschlag auf den Teambus von Fenerbahce festgenommen. Dies erklärte der Gouverneur der Provinz Trabzon, Adil Celal Öz am heutigen Dienstag. „Es wurden zwei mutmaßliche Attentäter festgenommen. Sie werden im Moment von Seiten der Kriminalpolizei verhört und befinden sich in Untersuchungshaft“.

Komplize soll Attentäter über Mobiltelefon instruiert haben

Nach dem 5:1-Auswärtserfolg gegen Caykur Rizespor, befand sich der amtierende türkische Meister auf dem Rückweg nach Istanbul. Auf der Fahrt zum Flughafen von Trabzon wurde der Teambus der „Kanarien“ von einem bewaffneten Schützen attackiert. Der Busfahrer musste mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, die Ermittler haben die Tatwaffe, eine Schrotflinte, bereits sicherstellen können. Den ersten offiziellen Meldungen zufolge, soll der Komplize den Schützen per Mobiltelefon über die aktuelle Position des Busses informiert haben. Weitere Stellungnahmen seitens der Behörden werden in den nächsten Stunden erwartet.

Kadlec: „Das war eine geplante Operation!“

Während der türkische Fußballverband den kommenden Spieltag der SporToto Süper Lig komplett abgesagt hat, sitzt der Schrecken bei den Akteuren von Fenerbahce nach wie vor sehr tief. Michal Kadlec sagte gegenüber der Presse: „Der Anschlag war eine von langer Hand geplante Operation. Jemand hat genau gewusst, dass wir über eine Brücke fahren müssen. Dieser Ort war nicht zufällig gewählt. Es grenzt an ein Wunder, dass die Sache so ausgegangen ist. Es war einfach nur der blanke Horror“.

Mini-Kommentar von Enver GÜVEC:

Die Schüsse auf den Fenerbahce-Bus waren nicht der einzige Zwischenfall am vergangenen Wochenende. Gegnerische Fans haben das Fahrzeug des französischen Meisters Paris Saint Germain mit Golfbällen versehen, in Deutschland wurde Borussia Dortmund mit Bierflaschen attackiert. Damit hat die Gewalt im europäischen Fußball auf dramatische Weise, eine neue Dimension erreicht. Was ist nur mit dem friedlichen Volkssport passiert? Warum muss sich die Gewalt aus den Stadien, nun auch noch auf die Straßen verlagern? Es sind nicht nur die nationalen Verbände meiner Meinung nach gefragt, auch die UEFA und FIFA sind hier gefragt einzugreifen und müssen zusammen mit den lokalen Behörden restriktiv vorgehen. Sonst riskieren wir möglicherweise weiterhin Verletzte, oder sogar Tote „nur“ wegen Fußball.

Diese Meldung erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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