Hoffnung für niederländische Journalistin: Staatsanwaltschaft sieht keine PKK-Propaganda

Im Prozess gegen die niederländische Journalistin Frederike Geerdink wegen angeblicher Terror-Propaganda in der Türkei hat der Staatsanwalt für einen Freispruch plädiert. Das schrieb die Journalistin am ersten Verhandlungstag in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir am Mittwoch bei Twitter. Das Urteil soll Geerdink zufolge am Montag verkündet werden.

Bereits seit Ende 2006 lebt und arbeitet Frederike Geerdink in der Türkei. (Screenshot http://www.journalistinturkey.com)

Bereits seit Ende 2006 lebt und arbeitet Frederike Geerdink in der Türkei. (Screenshot http://www.journalistinturkey.com)

Geerdink wird Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Sie weist die Vorwürfe zurück und betont, sie berichte unparteiisch. Bei einer Verurteilung drohen der Journalistin bis zu fünf Jahre Haft.

Der Vorsitzende Richter sei nicht bei der Verhandlung gewesen und der anwesende Richter nicht befugt, «mich freizusprechen», twitterte Geerdink nach dem Ende der Verhandlung. Geerdinks Anwalt Ramazan Demir zeigte sich optimistisch. Es spreche nichts dagegen, dass es schon am Montag zu einem Freispruch kommt, sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Demir zufolge hat seine Mandantin niemanden dazu ermutigt, sich der PKK anzuschließen. Sie habe lediglich offen über den Konflikt berichtet. Im Januar hatte eine Anti-Terror-Einheit Geerdinks Haus durchsucht und sie wegen des Vorwurfs der Terror-Propaganda verhört. Geerdink ist nach eigenen Angaben die einzige ausländische Journalistin in Diyarbakir.

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