Deutscher Militär-Experte: Türkei entwickelt heimlich Atombombe

Fachleute warnen vor der nuklearen Bewaffnung der Türkei. Die Türkei gibt verbrauchte Brennstäbe nicht an die Betreiber zur Entsorgung weiter. Die Frage ist, was mit den Brennstäben eigentlich geschieht.

Die Türkei verfolgt seit längerer Zeit ein ziviles Nuklearprogramm. Begründet wird das mit dem steigenden Energiebedarf der türkischen Wirtschaft. Spekuliert wird nun über das türkische Raketenprogramm. Während Kurzstreckenraketen in der näheren Vergangenheit bereits getestet wurden, trieb die türkische Regierung zuletzt besonders den Bau von Mittel- und Langstreckenraketen voran. Diese eignen sich aufgrund ihrer verringerten Genauigkeit und höheren Nutzlast eher als strategisches Abwehrpotenzial. Das macht auch aufgrund der Machtverteilung in der Region Sinn.

Keine Entsorgung der Brennstäbe durch Kraftwerksbetreiber

Seit einiger Zeit treibt die türkische Regierung auch in großem Stil ein ziviles Atomprogramm voran. Neben dem russischen Staatsbetrieb Rosatom baue auch ein französisch-japanisches Konsortium an Atomreaktoren für die Türkei, so the The Bulletin. Eine Besonderheit ergäbe sich hier im Vertragstext. Während sich Reaktorbetreiber für gewöhnlich dazu verpflichten würden eine Anlage 60 Jahre zu betreiben, wäre das hier auch der Fall. Allerdings sei der übliche Abtransport nicht in den Verträgen zu finden, so der deutsche Sicherheitsfachmann Hans Rühle in der Welt. Aus diesen könne sowohl Uran als auch Plutonium gewonnen werden. Eine entscheidende Rolle bei der Beschaffung der Gerätschaften spiele die Atommacht Pakistan. Das Land arbeitet schon seit den 80er Jahren in diesem Bereich eng mit der Türkei zusammen. Auch Pakistan sieht sich als Feind des Iran.

Im zivilen Bereich spielt die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Türkei eine große Rolle. Schon seit längerer Zeit werden junge türkische Fachkräfte für ihren Einsatz in den entstehenden Atomkraftwerken ausgebildet (mehr hier). Auch in Zukunft werde man Fachkräfte für den Einsatz in den Atommeilern in Russland ausbilden lassen bestätigte Yildiz, laut ITAR-TASS. Schon im Jahr 2013 waren mehr als 200 Türken ausgebildet worden.

Neue Raketen für die Türkei

Seit einigen Jahren wird die türkische Armee massiv erneuert. Neues Prestigeprojekt ist unter anderem der neu entwickelte Kampfpanzer „Altay“, der als einer der modernsten Waffen der Welt gilt. Von zunehmender Bedeutung ist auch die türkische Rüstungsindustrie, die die Türkei unabhängiger von Rüstungsimporten machen soll (mehr hier). Die Türkei arbeitet bereits seit den 80er Jahren an der Entwicklung von Kurzstreckenraketen mit einer maximalen Reichweite von 150 Kilometern, so die Welt. Bereits im Jahr 2011 forderte der heutige Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan die türkische Rüstungsindustrie dazu auf, eine Langstreckenrakete zu entwickeln. Schon im Jahr 2012 testete man eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von 1500 Kilometern. Im Jahr 2015 soll eine neue Rakete mit einer Reichweite von 2500 Kilometern getestet werden. Kurzstreckenraketen sind wesentlich präziser als Langstreckenraketen, weswegen diese ein strategisches Abwehrpotenzial haben. Das bietet sich besonders für Nuklearwaffen an, so Freie Welt.

Instabile Situation in der Region

„Die Türkei wird nicht zulassen, dass ein Nachbarland Waffen hat, über die die Türkei nicht verfügt“, zitiert die Huffington Post den ehemaligen türkischen Staatpräsident Abdullah Gül aus der politischen Fachzeitschrift „Foreign Affairs“. Nun ist die Situation in der nahen Nachbarschaft der Türkei momentan äußerst angespannt. Während der Iran ein Atomwaffenprogramm unter zivilem Deckmantel verfolgt, ist dieser erst unter den Lasten umfangreicher Sanktionen 2012 an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Dort wurde das Übergangsabkommen zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten, dem Iran und Deutschland geschlossen. Diese sah eine Begrenzung der Urananreicherung um fünf Prozent, ein Ende der Arbeiten am Schwerwasser Arak und eine ungehinderten Zugang der IAEA-Inspekteure zu den Einrichtungen vor, so die iranische Nachrichtenagentur Mehrnews. Dass dies eine Übergangslösung ist und nicht das Ende des iranischen Atomwaffenprogramms bedeutet, stellt auch die Zeitung „Zeit“ fest. Das Abkommen trat am 20. Januar 2014 in Kraft. Die Türkei und den Iran verbindet die gegenseitige Ablehnung. Der Iran wird bei der Bekämpfung der Terrormiliz IS eine zunehmend wichtige Rolle spielen, wobei der Türkei bislang die Hände gebunden waren.

Als weitere Atommacht in der Region zählt, wenn auch unbestätigt, Israel. Auch wenn die Verbindungen des Landes zur Türkei in den vergangenen Jahren gut war, verschärfte sich der Ton merklich, als Israel während des Gaza-Krieges zahlreiche Zivilopfer in Kauf nahm. Gefährlich ist auch das Verhältnis der Türkei zu Syrien.

Generell ist seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges die außenpolitische Situation für die Türkei bedrohlicher geworden. Während der syrische Diktator Baschar Al-Assad Krieg gegen eine zersplitterte Opposition führt, hat die Türkei mit ihrer Grenzpolitik zur Stärkung der IS beigetragen, diese destabilisiert nun eine ganze Region. Es mangelt der Türkei somit nicht an Schutzbedürfnis.

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