Junge Muslime wollen Fragen von Dresdnern beantworten

Eine Gruppe junger Muslime will der Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nachkommen und in Dresden über den Islam informieren. Einmal pro Woche wollen sie in der Innenstadt präsent sein und Fragen zu ihrer Religion beantworten. Die Aktion soll bis Juni laufen.

Angesichts der teils von islamfeindlichen Tönen begleiteten Pegida-Demonstrationen in Dresden wollen junge Muslime dort nun wöchentlich über den Islam informieren. Von diesem Samstag an würden jeweils etwa 30 Mitglieder der Jugendorganisation der islamischen Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat in einer Dresdner Einkaufsstraße Bürgern Fragen zu ihrer Religion beantworten, sagte der Sprecher der Organisation, Saud Ata, am Freitag.

Ein Grund für die bis Juni laufende Aktion sei die Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an die in Deutschland lebenden Muslime gewesen, über den Islam aufzuklären und Fragen zu beantworten. Das berichtet die dpa.

Die Ahmadiyya-Gemeinde sieht sich als Reformgemeinde. Sie wendet sich offensiv gegen Gewalt und setzt auf interreligiösen Dialog. Viele Muslime sehen sie aber als Sekte. Ihre Mitglieder gelten als gut integriert.

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