Türkei soll Weltmarkt-Führer für Sonnen-Energie werden

Die Türkei ist ein sonniges Land. Investoren haben nun die Möglichkeit entdeckt, das Land an die Weltspitze der erneuerbaren Energien zu führen.

Von einer verstärkten Nutzung der Solarenergie würde die Türkei gleich in mehrfacher Hinsicht profitieren. (Foto: Flickr/ Sun by Bruno Caimi CC BY 2.0)

Von einer verstärkten Nutzung der Solarenergie würde die Türkei gleich in mehrfacher Hinsicht profitieren. (Foto: Flickr/ Sun by Bruno Caimi CC BY 2.0)

Mit über 200 Teilnehmern, 23 Experten als Referenten und 15 Ausstellern stellte der diesjährige Intersolar Summit in der Türkei unter Beweis, wie viel Potential dieses Land im Bereich Erneuerbarer Energien bietet und wie groß das Interesse bei internationalen Unternehmen der Branche am Ländermarkt Türkei ist.

Yusuf Yazar, General Manager des Renewable Energy General Directorate, betonte in seiner Eröffnungsrede, dass in einer zunehmenden Implementierung von Erneuerbaren Energiequellen, insbesondere von Solarenergie, die Möglichkeit für sein Land liege, sich von Energieimporten unabhängig zu machen. Aber nicht nur die Türkei als Standort von dezentralen Energieerzeugungsanlagen, sondern auch Nachbarländer könnten durch neu entstehende Arbeitsplätze, den damit verbundenen Wissenstransfer sowie anderen Stufen der Wertschöpfungskette profitieren – ein nachhaltiger Gewinn für eine ganze Region.

Die Elektrizitätsnachfragerate steigt in der Türkei jedes Jahr um rund sechs Prozent, was deutlich macht, dass hier Investitionsbedarf besteht, um sich von Importen unabhängig zu machen und die Energieversorgung nachhaltig umzugestalten. Dies würde auch zwei weitere Herausforderungen der Türkei positiv beeinflussen: zum einen ist der CO2-Ausstoss in der Türkei auffällig hoch und zum anderen weist die Netzstabilität in der Türkei Schwächen auf.

Dr. Mustafa Gözen, Leiter der Markt- und Rechtsabteilung der Energy Market Regulatory Authority (EPDK), betonte in seinem Vortrag, dass 20.000 MW bis 2023 neu installierte PV-Kapazität ein erklärtes best-case Ziel sein sollten, aktuell liegt das politisch erklärte Ausbauziel der Türkei bei rund 5 GW. Begleitend müsse aber ein Fördermechanismus etabliert werden, um Marktanreize zu schaffen, sowie bestehende regulatorische Hemmnisse abgebaut werden: „Lift the current barriers, do not create new ones!“ Die Türkei könne dabei auf ihrem Weg von anderen Ländern, in denen die Energiewende erfolgreich angelaufen ist, lernen. Man verspricht sich vor allem ein stärkeres politisches Engagement von der neuen Regierung, die im Juni 2015 gewählt wird.

Die Türkei bietet ein großes Potential für Erneuerbare Energien, interessante Möglichkeiten für internationale Unternehmen, hier Geschäftsfelder für sich zu entdecken und insgesamt die Möglichkeit, als Inkubator für eine ganze Region zu wirken und voranzugehen – „Turkey has to make the right choice“.

Informationen über den Intersolar Summit

Organisatoren der Veranstaltung sind die Solar Promotion International GmbH und die Freiburg Management and Marketing International GmbH in Kooperation mit dem Mitorganisator EuPD Research sowie des lokalen Partners GÜNDER, der türkischen Sektion der International Solar Energy Society. Premium Sponsoren des Intersolar Summit Turkey sind First Solar Power Solutions Turkey, InteGreen Yenİlenebİlİr Enerjİ Sİstemlerİ A.Ş und Smart Energy Group Turkey. Gold Sponsor des Intersolar Summit Turkey ist CSUN Turkey. Weitere Unterstützer des Intersolar Summit Turkey sind die Deutsch-Türkische Handelskammer (AHK Türkei), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), die Tigris Development Agency (DIKA), die Turkish Association of Energy Economics (EED), das Becquerel Institute, der Europäische Verbund der Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E), GAP Bölge Kalkınma İdaresi (GAP BKI), die Turkish Photovoltaic Industry Association (GENSED), Green City Freiburg, die International Battery and Energy Storage Alliance (IBESA), die Netzwerkinitiative Joint Forces for Solar, die Unlicensed Electricity Generation Association (Li-DER), das Renewable Energy and Environmental Technologies Cluster (ostim), die Sustainable Energy Action Association (SEHAD), die Turkish Solar Energy Platform (Solarbaba), die International Energy Agency Photovoltaic Power System Programme (IEA PVPS) und die Sustainable Production and Consumption Association (SPCA).

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