Korruption in Istanbul: Unternehmen finanzieren Hochzeit von Bürgermeister-Sohn

Der Berater eines Istanbuler Bürgermeisters tritt zurück. Der Grund dafür ist, dass der betroffene Bürgermeister korrupt sein soll. Dieser soll die Hochzeit seines Sohnes von Unternehmen finanziert haben, die Aufträge vom Bürgermeister erhalten. Zudem habe der Mann die Behörden mit einen Verwandten besetzt. Der Berater hingegen wascht seine Hände in Unschuld.

Der Berater des Bürgermeisters des Istanbuler Stadtteils Şişli, Ali Adnan Aslan, ist vergangene Woche von seinem Posten zurückgetreten. Der Bürgermeister Hayri Inönü sei für ihn nicht mehr tragbar gewesen.

Dieser hätte sich der Vorteilsgabe im Amt schuldig gemacht. Zahlreiche Gebäude in seinem Stadtteil seien von diversen Bauherren illegal errichtet worden. Der Bürgermeister sei hingegen nicht eingeschritten. Aslan deutet auf einen Koruptions-Sumpf zwischen der Baubranche und Politikern hin. Zudem habe der Bürgermeister die Hochzeit seines Sohnes von diversen Unternehmen finanzieren lassen, die von der Kommune seit Jahren öffentliche Aufträge erhalten, zitiert die Hürriyet Aslan.

Inönü soll die örtlichen Behörden mit seinen Bekannten und Verwandten besetzt haben. Dabei gebe es in der Kommune eine Reihe von sehr gut ausgebildeten Menschen, die geeigneter gewesen wären, so Aslan.

Allerdings bleibt unklar, warum der ehemalige Berater des Bürgermeisters von Şişli sich erst jetzt zu Wort meldet. Schließlich hat er offenbar eine Reihe von fragwürdigen Geschäften zwischen der Kommune und den örtlichen Bauherren beobachtet.

In einer Mitteilung setzt sich Bürgermeister Inönü zur Wehr. Die Anschuldigungen des Ex-Beraters seien ein Versuch, die sozialdemokratische CHP zwei Monate vor den Parlamentswahlen in ein schlechtes Licht zu rücken. Doch er und seine Mitarbeiter werden jeglichen Anschuldigungen und Verschwörungstheorien entgegenstehen und mit der Arbeit fortfahren, zitiert die Zeitung Cumhuriyet Inönü.

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