Armenier-Debatte: EU bereitet Militär-Einsatz gegen Türkei vor

Der im Februar verstorbene türkische Analyst Mahir Kaynak hatte durchgehend vor einem Militär-Angriff auf die Türkei gewarnt. Die Diskussion um den Völkermord an den Armeniern sei eine psychologische Vorbereitung auf einen derartigen Überfall. Als Vorwand werde ein Bürgerkrieg zwischen Kurden und Türken dienen, den die Europäer zuvor selbst provozieren werden.

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Mahir Kaynak ist im Februar verstorben. (Screenshot via Youtube)

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Mahir Kaynak ist im Februar verstorben. (Screenshot via Youtube)

Die EU bereitet sich auf einen Militär-Einsatz gegen die Türkei vor, um sich in der energiereichen Region des Nahen Ostens langfristig festsetzen zu können. Das war zumindest die Ansicht des türkischen Ex-Geheimdienstlers Mahir Kaynak, der im Februar verstorben ist. Kaynak hatte die türkische Öffentlichkeit in den vergangenen Jahren immer wieder vor dieser Gefahr gewarnt. Der Hintergrund der insbesondere innerhalb der EU stattfindenden Diskussion zum Genozid an den Armeniern sei lediglich eine psychologische Vorbereitung der europäischen Öffentlichkeit auf diesen Militär-Einsatz.

„Was hier strategisch vollzogen wird, ist die psychologische Verfestigung der Türkei mit dem Tatbestand des Völkermords. Wenn sich dieser Eindruck verfestigt hat, soll in der zweiten Phase ein ethnischer Konflikt zwischen Kurden und Türken herbeigeführt werden. In solch einem Szenario wird die Türkei erneut als Völkermord begehender Staat dargestellt werden. Dann wären der Türkei die Hände gebunden. Deshalb müssen wir eine Politik vollziehen, die einen Konflikt zwischen Kurden und Türken verhindert. Andernfalls passiert folgendes: Wir führen einen Militär-Einsatz im Südosten der Türkei durch. Anschließend tut sich die gesamte Welt unter dem Völkermord-Eindruck zusammen und dann kommt es höchstwahrscheinlich zu einem Militär-Einsatz gegen die Türkei“, zitiert Aktifhaber Kaynak.

In einem Interview mit dem Journalisten Cagan Turker sagte Kaynak, dass die Völkermord-Debatte um die Armenier eine Vorstufe für einen Militär-Einsatz gegen die Türkei bilde. Dabei würde es sich entweder um einen Nato- oder einen UN-Einsatz handeln. Dabei interessiert es nicht, dass die Türkei Nato-Mitglied ist. Die USA stehen diesem Plan entgegen. Doch insbesondere Großbritannien und weitere führende EU-Staaten seien sehr an diesem Szenario interessiert, weil sie eine Neuaufteilung der Energieressourcen des Nahen Ostens verhindern wollen. In diesem Zusammenhang sollen die EU-Staaten ganz bewusst einen türkischen Einmarsch nach Kobani in Syrien gewollt haben, um dort den Ausgangspunkt für einen türkisch-kurdischen Bruderkrieg zu legen.

Der Analyst Kaynak schreibt in einem weiteren Artikel, dass die USA und Russland die EU aus den rohstoffreichen Regionen dieser Welt isolieren möchten. Denn solange die EU die Preisbildung bei den Energieressourcen nicht kontrolliere, habe sie auch keine Chance eine globale Macht zu werden. Im Nahen Osten sind zahlreiche Öl- und Gasvorkommen vorhanden. Dort leben hauptsächlich Muslime. Deshalb werden Russland und die USA alles daran setzen, anti-islamische Strömungen in Europa verdeckt zu unterstützen. Denn nur so sei es möglich, Europa und den Nahen Osten voneinander zu isolieren.

In einem weiteren Artikel schreibt Kaynak, dass die USA die islamischen Länder als ihre Verbündeten sehen möchten. Die USA schauen im Gegensatz zu den Europäern nicht ideologisch, sondern pragmatisch auf den Islam. Das gilt auch für alle anderen Bereiche. Kaynak war der Überzeugung, dass der Plan der USA aufgehen wird. Denn die Europäer würden weder über große Staatsmänner noch über Weitsicht verfügen. Zudem sei eine Welt, in der es Mächte wie die USA und Russland gebe sicherer als eine Welt mit einer europäischen Großmacht. Dies hätten zwei Weltkriege unter Beweis gestellt.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.