Erdoğan und Putin schließen Bündnis gegen Gülen-Bewegung

Erdoğan und Putin sehen die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen als Sicherheitsbedrohung. Deshalb wollen die die Bewegung gemeinsam bekämpfen. Ein ehemaliger FBI-Berater sagt, dass die CIA und die Gülen-Bewegung kooperieren.

Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Präsident Wladimir Putin sind sich in vielerlei Hinsicht einig. (Screenshot via Youtube)

Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Präsident Wladimir Putin sind sich in vielerlei Hinsicht einig. (Screenshot via Youtube)

Die Gegner des islamischen Predigers Fethullah Gülen mehren sich. Der türkische Premier Erdoğan soll sich deshalb bei einem Russland-Besuch im vergangenen Jahr mit Präsident Putin auf die Bekämpfung Gülens geeinigt haben.

Der russische Politologe Vitaly Naumkin schreibt in einem Beitrag von Al-Monitor:

„Paradoxerweise ist es die gemeinsame negative Einstellung gegen die Aktivitäten Fethullah Gülens, die die Annäherung zwischen Russland und der Türkei gefördert hat.“

Die Schulen des islamischen Predigers wurden in Russland 2002 geschlossen. Auslöser war ein schwerwiegender Vorwurf, den der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB) als erwiesen ansah. Die Mitglieder der Gemeinde sollen für die CIA spioniert haben. Der ehemalige FBI-Berater Paul L. Willams sagte im März 2014 der Zeitung Akşam, dass die CIA die Aktivitäten der Gülen-Bewegung in Zentralasien unterstützt habe.

Die Bewegung sollte die muslimischen Staaten Zentralasiens politisch und wirtschaftlich erschließen. Doch der eigentliche Urheber dieser Idee sei der US-Geostratege Zbigniew Brzezinski gewesen. Deshalb seien die Schulen des islamischen Predigers in der Russischen Föderation und in der Ukraine geschlossen worden. In der Türkei sollen die Schulen ab dem 1. September 2015 geschlossen werden (mehr hier).

Aktuell sollen weltweit 130 Gülen-Gefolgsleute für die CIA arbeiten, sagte Williams. Das Vermögen der Bewegung belaufe sich auf 50 Milliarden US-Dollar. Doch Gülen werde letztendlich vom US-Geheimdienst ausgenutzt.

In Bezug auf die türkische Politik sagt Williams, dass die Bewegung versuche, die CHP gegen die AKP aufzubauen. Dieser Kurswechsel sei auf der Farm des islamischen Predigers in Pennsylvania festgelegt worden. Das US-Außenministerium unterstütze die Bewegung in ihrem Vorhaben.

Bemerkenswert ist, dass Williams im Akşam-Interview explizit die CIA -und nicht das FBI – als Kooperationspartner der Bewegung nennt. Offenbar gibt es innerhalb der US-amerikanischen Sicherheitsbehörden unüberbrückbare Differenzen.

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