Erdoğan zur Armenier-Debatte: Deutschland soll den Mund halten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf die Völkermord-Vorwürfe aus Deutschland und Frankreich reagiert. Beide Länder hätten angesichts ihrer eigenen Vergangenheiten nicht das Recht, Urteile zu fällen. Deutschland sei das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben dürfe. Im Übrigen solle Frankreich aus seinen Ex-Kolonien verschwinden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erhebt meldet sich in der Armenier-Debatte zu Wort. (Screenshot YouTube)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erhebt meldet sich in der Armenier-Debatte zu Wort. (Screenshot YouTube)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich am Samstag in Istanbul auf einer Veranstaltung des türkischen Unternehmer-Vereins MÜSIAD zur Reaktion Deutschlands zum armenischen „Völkermord“ geäußert. Die Zeitung Takvim zitiert Erdoğan:

„Während wir Friedensbotschaften in die Welt entsenden, gibt es einige Länder wie Russland, Deutschland und Frankreich, die die armenischen Unwahrheiten unterstützen und uns kritisieren. Was vor 100 Jahren passiert ist, ist eine gegenseitige schmerzvolle Erfahrung. Diejenigen, die die Vorwürfe gegen uns unterstützen, sollten zuerst ihre eigene Vergangenheit bereinigen. Diejenigen, die uns aufgrund der Zwangsumsiedlung der Armenier verurteilen, sollten zuerst die Rechnung für ihre eigenen Ungerechtigkeiten bezahlen. Sie sollten die Blutspur, die sie über Jahrhunderte gelegt haben säubern. In diesem Zusammenhang ist Deutschland das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben darf. Russland und Frankreich sollten ein Auge auf ihre eigene Geschichte werfen. Ihr zieht aus Frankreich los und dringt in Algerien und Ruanda ein. Was zur Hölle habt ihr Franzosen in Afrika verloren?“

Die Europäer werden es nicht schaffen, die Türkei in ihren wirtschaftlichen und politischen Zielen für das Jahr 2023 zu behindern, so Erdoğan.

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